GC informiert: In Deutschland leidet etwa jeder fünfte Erwachsene an Bruxismus. Neben Zähneknirschen und -pressen sind erblich bedingte Zahnfehlstellungen oder auch schlechtsitzender Zahnersatz weitere Gründe. Durch die Abrasion geht zunehmend Zahnhartsubstanz verloren, was bei vielen Betroffenen zu immer kürzer werdenden Schneidezähnen führt. Dieses ästhetische Thema motiviert viele Patienten zu einer Korrektur.

Häufig sind auch die Seitenzähne betroffen. Wenn der Substanzverlust mehrere Millimeter beträgt, kann er beispielsweise zu einem offenen Biss führen. Das kann wiederum zu Sprachstörungen wie Lispeln führen und zu einer vermehrten Atmung durch den Mund. Auch das Kauen ist bei offenem Biss erschwert.

Ästhetische und funktionelle Einbußen

Die Abrasion führt darüber hinaus in den meisten Fällen zu freiliegendem Dentin und Zahnhalsdefekten, was die Reiz- und Schmerzempfindlichkeit der Zähne erhöht. Die fehlende Schutzschicht durch den Zahnschmelz kann Karies und Gingivarezessionen begünstigen.

Bild: GC

Stark abradierte Frontzähne können nicht nur unästhetisch aussehen, sondern als Folge von Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) auch zu Kopfschmerzen und Muskelverspannungen führen. Die verlorene Bisshöhe lässt sich minimal-invasiv mit der Injection-Moulding-Technik wieder aufbauen.

Für die partielle Ergänzung der Zahnsubstanz bei Frontzähnen eignet sich die Injection-Moulding-Technik mit dem hochstabilen und fließfähigen Restaurationsmaterial G-ænial Universal Injectable von GC. Mit Hilfe dieses semidirekten Restaurationsverfahrens lässt sich die Übersetzung des diagnostischen Wax-ups bei Kompositrestaurationen genau planen.

Das praktische Vorgehen

Im ersten Schritt wird das Wax-up mit einem glasklaren Vinyl-Polysiloxan wie GC Exaclear in einen nicht perforierten Abformlöffel übertragen, um eine transparente Abformung zu erzeugen. Nach dem Abbinden entfernt der Zahnarzt das Silikon aus dem Löffel und bohrt Injektionskanäle an den Schneidekanten der Frontzähne durch das Silikon. Vor Beginn der Rekonstruktion wird die Schmelz- und die Dentinfarbe der Zähne anhand von Composite-Proben auf den Zähnen bestimmt. Anschließend wird die Silikonform eingesetzt und das Injectable Zahn für Zahn in die jeweiligen Injektionskanäle eingespritzt. Die Polymerisation erfolgt durch die glasklare Abformung hindurch.

Bei exakter Passform des transparenten Silikonschlüssels müssen die Zähne nicht voneinander separiert werden und es gelangen keine Überschüsse des Materials in die approximalen Bereiche. Für den ästhetischen Erfolg ist die Farbe und die richtige Schichtstärke entscheidend: Ist die Dentinschicht zu dick, sieht das Ergebnis eventuell opak und weniger natürlich aus. Eine zu dünne Schicht kann die Restauration zu transluzent und grau wirken lassen.

Gute Vorbereitung

Das A und O sind bei der Injection-Moulding-Technik die gute Vorbereitung der Abformung und des Gipsmodells sowie die sorgfältige Herstellung des Wax-Ups und des Silikonschlüssels. Die Technik für den Wiederaufbau abradierter Frontzähne spart aufgrund ihrer minimalinvasiven Anwendung mit weniger Arbeitsschritten effektiv Zeit. Das Material bietet zudem außergewöhnliche Stabilität und Verschleißfestigkeit. Weitere Informationen und Angebote unter https://gc-produkte.de/zm.