Die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dentale Technologie e. V. (ADT) vom 31. Mai bis 2. Juni 2018 im schwäbischen Nürtingen ist mit dem Presseclub am Vormittag erfolgreich gestartet. ADT-Präsident Prof. Dr. Daniel Edelhoff (München), Vizepräsident ZTM Wolfgang Weisser (Essingen), ZTM Rainer Gläser und PD Dr. Jan-Frederic Güth stellten den Pressevertretern die Positionierung der ADT, das umfangreiche Programm und die Schwerpunktthemen vor.

Das Tagungsthema „Advanced Prothetik“ solle den Blick nach vorne richten. „Wir bieten eine Momentaufnahme von dem, was zurzeit möglich ist, und dem, was noch kommen wird“, so Edelhoff.

ADT-Präsident Prof. Dr. Daniel Edelhoff, Vizepräsident ZTM Wolfgang Weisser und PD Dr. Jan-Frederik Güth (von links) beim Presseclub der ADT (Foto: Quintessenz)

Erneut Teilnehmerrekord erreicht

Bei den Teilnehmerzahlen konnte Edelhoff erneut einen Rekord berichten, gut 1.100 Teilnehmer wurden erwartet – erfreulicherweise mit einer gestiegenen Zahl junger Teilnehmer: In diesem Jahr sind erneut mehr Meisterschüler, Azubis und Studenten dabei. Die Zusammensetzung der Teilnehmer spiegelt auch den deutlich gestiegenen Anteil von Frauen in der Zahnmedizin und Zahntechnik, das Geschlechterverhältnis ist ca. 50 zu 50.

Nachwuchs gezielt fördern

Zum zweiten Mal bietet das Forum 25 am Freitag parallel zum Vortragsprogramm jungen zahnmedizinischen und zahntechnischen Talenten eine Bühne, um ihre Leidenschaft für den Beruf auszudrücken. Geleitet wird das Forum von Güth, der mit der Resonanz erneut sehr zufrieden ist. Die Idee, die ADT mit dem Forum für den Nachwuchs attraktiv zu machen, aufzugreifen, was junge Kollegen bewegt, sei erneut aufgegangen, das Feedback sei sehr gut. Es habe zwar weniger Bewerbungen für die Vorträge gegeben in diesem Jahr, aber dafür seien es qualitativ hochwertigere Vorträge. Auch hier spiegele sich der gestiegene Frauenanteil im Beruf – es referieren drei Frauen und zwei Männer.

Die Stadthalle K3N in Nürtingen ist Veranstaltungsort der ADT Jahrestagung (Foto: Quintessence News)

ADT als Wissensvermittler

Zur Sprache kamen aber auch die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Labore – „80 Prozent gehen auf der Rasierklinge spazieren”, so Weisser – und die Herausforderungen durch den technischen Wandel. Die Zahntechnik entwickelt sich von einem traditionellen Handwerk hin zu einem hochtechnologisierten Beruf. Ziel der ADT sei es, aktuelles Wissen und Forschung in die Labore und Praxen zu tragen und realistisch enzuordnen, so Edelhoff und Güth. Die ADT soll eine Plattform sein für Neuheiten und die Praxis, die Vor- und Nachteile beleuchten und so Grundlagen schaffen für deren Anwendung im Alltag. Dabei müssten auch ökonomische Aspekte betrachtet werden.

Forschung und Leitlinien immer aufwendiger

Schwieriger sei es, auch bei der Entwicklung von Leitlinien, in Konsensuskonferenzen oder in der Forschung als Wissensvermittler oder mit einer Leuchtturmfunktion zu agieren, erklärte Edelhoff auf Nachfrage. Die Entwicklung von Leitlinien sei aufwendig und teuer, ebenso die Finanzierung von prospektiven Studien. Die dafür nötigen Mittel stünden der ADT so nicht mehr zur Verfügung, so Edelhoff.

40-jähriges Jubiläum 2019

Zum Schluss gab es einen kleinen Ausblick auf das kommende Jahr. Dann wird die ADT 40 Jahre alt und stellt das Jubiläumsjahr unter die Leitgedanken 40 Jahre Tradition + Innovation, 40 Jahre Mensch und Maschine, 40 Jahre Wissenschaft in Labor und Praxis.

Durch die diesjährige Tagung führen der ADT-Präsident Edelhoff  und Vizepräsident Weisser. In 30 Vorträgen präsentieren ausgewiesene Spezialisten, wie sie bewährte und neue Materialien und Techniken für bessere prothetische Rehabilitationen zusammenführen und in Praxis und Labor integrieren.

Gut besetzte Industrieausstellung

Wie in jedem Jahr flankiert eine auch diesmal bis auf den letzten Platz ausgebuchte Industrieausstellung den Kongress. Die Produkte aus den Vorträgen können die Tagungsteilnehmer an den Ständen hautnah erleben. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich beim Hersteller seines Vertrauens (oder seinem Wettbewerber) in ungezwungener Atmosphäre umfassend zu informieren.