Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (VmF) informieren in einer Pressemeldung vom 14. Mai die Patienten, dass die Zahnarztpraxen wieder Prophylaxe und zahnärztliche Behandlungen in vollem Umfang anbieten. Alle zahnärztlichen Behandlungen sind möglich. Die bereits vor der Corona-Pandemie für die Praxen geltenden hohen Hygiene- und Infektionsschutzstandards wurden nochmals verstärkt und sorgen so für Sicherheit und für einen wirksamen Schutz von Patienten und Mitarbeitern. Nach den derzeitigen Erkenntnissen trugen weltweit Behandlungen in Zahnarztpraxen weder beim zahnärztlichen Behandlungsteam noch bei Patienten zu erhöhten Covid-19-Infektionen bei.

Behandlungen und Prophylaxetermine nicht aufschieben

Henner Bunke, D.M.D./Univ. of Florida, BZÄK-Vorstandsreferent für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) und Präsident der Zahnärztekammer Niedersachsen: „Der Zahnarztbesuch ist für die Patienten sicher. Ich empfehle deshalb, Behandlungen und vor allem die wichtigen Prophylaxetermine nicht aufzuschieben. Denn eine gute Mundgesundheit bedarf einer regelmäßigen Kontrolle und Untersuchung in der Praxis. Dank der eingespielten Teamarbeit von Zahnarzt und zahnmedizinischem Fachpersonal sind die hohen deutschen Hygienestandards gewährleistet. Den tagtäglichen Einsatz und das große Verantwortungsbewusstsein und die Loyalität der ZFA auch in Corona-Zeiten kann man ihnen gar nicht hoch genug anrechnen. Sie tragen einen wichtigen Teil zur hervorragenden Arbeit in den Zahnarztpraxen bei.“

Teams leisten Großartiges in der Krise

„Die Situation im Bereich der Schutzausrüstung hat sich deutlich verbessert“, bestätigt auch Sylvia Gabel, Referatsleiterin ZFA im Verband medizinischer Fachberufe e.V. „Außerdem haben die Praxisteams ihr Hygienemanagement überprüft und ergänzt, so dass sich die Patientinnen und Patienten sowie die Zahnmedizinischen Fachangestellten unter Beachtung der notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen sicher fühlen können.“

BZÄK und der Verband medizinischer Fachberufe e.V. danken den Praxisteams für ihre großartige Arbeit in den Zeiten der Krise. Die Partner bekennen sich zum Gesundheitsschutz und der Teamleistung. Sie sind stets – auch außerhalb der Pandemie – mit Engagement und Empathie für ihre Patienten da, haben eigene Unsicherheiten hintenangestellt und sorgen für reibungslose Abläufe in den Zahnarztpraxen in Deutschland.

Praxen hatten auf Nofallbehandlungen umgestellt

Viele Zahnarztpraxen hatten ab Mitte März und im April wegen der Corona-Pandemie aus verschiedenen Gründen den Praxisbetrieb auf Notfallbehandlungen reduziert. Das Arbeitsaufkommen war je nach Region um bis zu 50 Prozent zurückgegangen. Das zeigt auch die Auswertung der GOZ-Analyse der BZÄK. Auch wenn jetzt wieder zum Normalbetrieb übergegangen werde, ließe sich der immense Verlust der vergangenen Wochen nicht einfach nachholen, so BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel.

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