Das Medizintechnologie-Unternehmen BLUE SAFETY ist Experte für Wasserhygiene in dentalen Einrichtungen. Mit seinem innovativen, ganzheitlichen Hygiene-Technologie-Konzept werden Zahnärzte im Praxisalltag entlastet. Denn eine intakte Hygienekette fängt beim Wasser an, so das Münsteraner Unternehmen. Das zeigt auch die aktuelle Übernahme der Premium-Partnerschaft für den Deutschen Zahnärztetag. Im Netzwerk der Kompetenzen steht das Unternehmen für den Bereich Praxishygiene. Jan Papenbrock und Christian Mönninghoff, Gründer und Geschäftsführer von BLUE SAFETY , sprechen im folgenden Interview über Bedeutung und Hintergründe der Partnerschaft.

Seit diesem Jahr ist BLUE SAFETY Premiumpartner des Deutschen Zahnärztetags. Warum liegt Ihnen die Praxishygiene am Herzen?

Jan Papenbrock: Zahnärztliche Behandlungszimmer sind infektiologische Hochrisikobereiche und sowohl der Arzt als auch sein Team und seine Patienten müssen sich auf adäquate Praxishygiene verlassen können. Als Medizintechnologie-Unternehmen haben wir uns auf die Hygieneprozesse in Zahnarztpraxen und Kliniken spezialisiert. Dabei werfen wir gezielt den Blick auf die Wasserversorgung und die mikrobielle Kontamination mit sogenanntem aquatischem Biofilm. Während unserer engen Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten sind uns immer wieder Schwachstellen bei den gängigen Desinfektionsmethoden aufgefallen.

Chris Mönninghoff: Als Wasserexperten haben wir Technologie-Konzepte entwickelt und zur Anwendung gebracht, die diese Schwachstellen nachhaltig schließen. Damit sind wir ein Partner, mit dem sichere Praxishygiene garantiert ist. Als Premium Partner des Deutschen Zahnärztetags können wir eine noch größere Aufmerksamkeit für das Problem erreichen und Zahnärzte zielgerichtet beraten – sowohl bei akuten Problemen als auch präventiv.

Sie bezeichnen sich als Wasserexperten, welche Rolle spielt die Wasserhygiene für die Hygienekette einer Praxis?

Mönninghoff: Zahnarztpraxen widmen sich im Rahmen der Praxishygiene intensiv der Oberflächenhygiene und Sterilisation der Instrumente. Das allein reicht jedoch nicht aus, um die Hygienekette sicher zu schließen. Werden die aufwendig entkeimten Geräte an kontaminierte Behandlungseinheiten angeschlossen, ist die ganze Arbeit hinfällig. Gerade die komplexen Schlauchsysteme der Zahnarztstühle und die baulichen Mängel der Praxen begünstigen die Verkeimung der Wasserleitungen in Form von Biofilm.

Papenbrock: Diverse Studien haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass herkömmliche Desinfektionsmittel wie Wasserstoffperoxid (H2O2) den Biofilm nicht wirksam bekämpfen. Stattdessen nimmt die mikrobielle Kontamination nur kurzfristig ab, um anschließend umso stärker zurückzukehren. Die Hygienekette wird folglich nicht nachhaltig geschlossen.

Unerwünschter Biofilm begünstigt krankheitserregende Keime

Wie äußert sich mangelnde Wasserhygiene im Praxisalltag?

Mönninghoff: Unerwünschter Biofilm begünstigt das Auftreten von krankheitserregenden Keimen wie Kolibakterien, Pseudomonas spec. und Legionella pneumophila. Im Extremfall können solche Erreger toxische Reaktionen in den Atemwegen erzeugen und zum Tod führen. Neben immunschwachen und alten Patienten sind vor allem Mitarbeiter und Zahnärzte selbst gefährdet, wenn sie besonders häufig mit dem Wasser in Kontakt kommen.

Papenbrock: Leider sind selbst die Wasserprobenergebnisse keine zuverlässige Absicherung. Wird das H2O2 nicht gemäß DIN EN ISO 19458 neutralisiert, entstehen falsch negative Werte. Rechtlich ist der Zahnarzt damit bei einer Patientenklage nicht abgesichert und haftet im Zweifel persönlich.

Darüber hinaus beeinflusst mangelnde Wasserhygiene auch die Funktion der Behandlungseinheiten. Die zähe Konsistenz des Biofilms kann für verstopfte Geräte sorgen und das korrosive H2O2 greift das Material der Instrumente an. Hohe Reparaturkosten und teure Ausfallzeiten sind die Folge.

Und was lässt sich dagegen unternehmen?

Papenbrock: Die vielseitigen Probleme mit Wasserhygiene zeigen, dass der Zahnarzt in seinem Alltag einen kompetenten Experten an seiner Seite braucht. Wir beantworten nicht nur sämtliche Fragen, sondern beraten bei BLUE SAFETY auch zu passenden individuellen Lösungen. Eine davon ist beispielsweise unser „SAFEWATER“-Technologie-Konzept, das bestehenden mikrobiellen, aquatischen Biofilm effektiv abbaut und dessen Neubildung verhindert. Gleichzeitig schont unser Verfahren, das auf hypochloriger Säure basiert, die Behandlungseinheiten vor chemisch induzierter Korrosion.

Mönninghoff: Neben Safewater sind über die Jahre weitere Produkte entstanden. So ermöglicht beispielsweise unser Bottle-System „SAFEBOTTLE“, dass alte, funktionstüchtige Behandlungseinheiten, die über keine durch die Trinkwasserverordnung (DIN EN 1717) geforderte Sicherungseinrichtung verfügen, wieder ordnungsgemäß betrieben werden können. Die große Öffnung der Flaschen garantiert eine validierte Aufbereitung der Wasserversorgungseinheit.

Neue Keime, neue Vorgaben

Wo sehen Sie bezüglich der Hygiene Herausforderungen für die Zukunft?

Mönninghoff: Zwei Faktoren werden uns in Zukunft beschäftigen. Einerseits fördert die Globalisierung die Verbreitung von Keimen immens, andererseits werden Bakterien immer schlauer. Sie mutieren, passen sich neuen Gegebenheiten an. Da müssen auch wir als Wasserexperten flexibel und agil bleiben. Bereits heute entfernt unsere Technologie antibiotika- und desinfektionsmittelresistente Organismen. Daher sehen wir uns für künftige Herausforderungen gut aufgestellt.

Papenbrock: Nicht nur Keime, auch die Vorgaben und Richtlinien durch MPG, RKI, DIN-/ISO-Normen sowie der Trinkwasserverordnung ändern sich ständig. Da braucht man jemanden, der sich auskennt. Dieser Partner wollen wir auch in Zukunft für unsere Kunden sein. Immer mit der Intention, den Zahnärzten ein rechtssicheres System zur Infektionsprävention im Bereich der Wasserhygiene an die Hand zu geben.

Was geben Sie den Besuchern des Deutschen Zahnärztetags mit auf den Weg?

Papenbrock: „Misserfolge – erkennen, beherrschen, vermeiden“. Das ist nicht nur das Motto des diesjährigen Kongresses, sondern auch unseres Unternehmens. Wir sind stets auf der Suche nach möglichen Verbesserungen, um vermeidbare Unzulänglichkeiten zu verhindern.

Mönninghoff: Wenn Sie die Misserfolge bezüglich Ihrer Wasserhygiene leid sind, besuchen Sie uns auf den Herbstmessen und natürlich auf dem Deutschen Zahnärztetag in Frankfurt oder vereinbaren Sie direkt Ihre kostenfreie Sprechstunde „Wasserhygiene“ für eine individuelle Beratung. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Internetseite unter www.bluesafety.com in der Rubrik Termin.

Pflichthinweis: Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen.

Titelbild: Jan Papenbrock (links) und Chris Mönninghoff, Gründer und Geschäftsführer BLUE SAFETY, haben sich mit ihrem Unternehmen der Entwicklung von innovativen (Wasser-)Hygiene-Konzepten für zahnärztliche Einrichtungen verschrieben. (Foto: BLUE SAFETY)