Dr. Ina Kraft

Im turbulenten Praxisalltag bedeutet jede Option, Zeit einzusparen, eine Erleichterung. Einen wichtigen Beitrag zu einem zeitsparenden, komfortablen und darüber hinaus datenschutzkonformen Austausch von Patientenbilddaten mit Kollegen, Kliniken, Dentallaboren und Patienten liefert die Cloud-Funktion der Imaging-Software VistaSoft (Dürr Dental). Dr. Ina Sophie Kraft setzte von Beginn an in ihrer Praxis in Walluf, die sie 2018 von ihren Eltern übernahm, darauf, Praxisabläufe zu digitalisieren; dabei bildet die Imaging-Software die Schaltzentrale. Im Gespräch mit Zahnärztin und Fachjournalistin Dr. Aneta Pecanov-Schröder geht sie auf den Nutzen der Cloud im Praxisalltag ein.

Cloud passt hervorragend in den Praxisalltag

„Ich nutze die VistaSoft Cloud nahezu jeden Tag, da ich über sie quasi den gesamten Datenaustausch mit meinem Labor und meinen zahnärztlichen Kollegen abwickle“, fasst Dr. Kraft zusammen und ergänzt überzeugt: „Daten können unkompliziert in die Cloud hochgeladen werden, so fügt sich das Tool sehr gut in den Praxisalltag ein.“

Die „Cloud“ ist in der Informationstechnik ein Symbol für ein Zusammenspiel mehrerer Computer, die als Knotenpunkt für Daten dienen. Über ihre Internet-Verbindung und entsprechende Programme können Nutzer auf die Cloud zugreifen. Das heißt, dass Geräte wie der eigene Computer, Tablets oder Smartphones für den Zugriff auf die Cloud verwendet werden können.

Mehrere Module vereint

Bei VistaSoft handelt es sich um eine Imaging-Software, bei der alle Fäden der dentalen Bildgebung zusammenlaufen und die unterschiedliche Module vereint (zum Beispiel die Cloud für die sichere Weitergabe von Bilddaten, Implant & Guide zur Implantat- und Bohrschablonenplanung oder Inspect als Prüfungstool zur Abnahme- und Konstanzprüfung). Von der Aufnahme und Bearbeitung digitaler Röntgen- und Kamerabilder über den Bildaustausch in der Cloud bis hin zur Implantat- und Bohrschablonenplanung bildet die Software den kompletten digitalen Arbeitsablauf der Praxis ab und bietet Lösungen sowohl für die Praxis mit Einzelbehandler als auch für Gemeinschaftspraxen oder einen Klinikbetrieb.

Sicherheit, Zeitersparnis, Kommunikation

Mit der Cloud wurde eine Funktion integriert, um die verschlüsselte Ablage von Bilddaten, die zudem mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO vom 25. August 2018) vereinbar ist, zu ermöglichen. Die Daten werden verschlüsselt übermittelt und nach 30 Tagen gelöscht. „Der Empfänger der Daten muss sich nur einmalig im Cloud-Portal registrieren, um seinen persönlichen Account zu erhalten“, erklärt Kraft. „Ab dann ist der Datenaustausch dank intuitiver Bedienung problemlos und effizient möglich und ein Röntgenbild wird schnell und datenschutzkonform vom digitalen Lichttisch aus an Kollegen oder ans Labor übermittelt. Das gibt Sicherheit bei der Kommunikation mit Dritten.“

Je nach Bedarf kann das Praxisteam auf verschiedene Datenvolumen zugreifen, dabei stehen 2,5 GB, 10 GB und für den Heavy User 50 GB zur Verfügung. Zeitaufwändiges Exportieren aus dem Röntgenprogramm und Hochladen zum Beispiel über das Postfach der Kassenzahnärztlichen Vereinigung oder alternativ das Brennen einer CD oder das Übertragen auf einen USB-Stick mit anschließendem Versenden per Post entfällt und führt im Praxisalltag zu nicht unerheblicher Zeitersparnis“, hebt die Zahnärztin einen weiteren Vorteil hervor. „Das mag nach wenig Aufwand klingen, jedoch summiert es sich, wenn dies mehrfach an einem Arbeitstag erledigt werden soll. Im hektischen Praxisalltag ist man für jede Möglichkeit der Zeitersparnis dankbar.“

Praktische Chatfunktion

Ein weiterer Pluspunkt ist die integrierte Chatfunktion, bei der der Text des Arztbriefes mit angehängt werden kann, damit die Kollegin oder der Kollege beim Öffnen der Bilder die wichtigen Informationen zum Patientenfall im Blick hat. Dr. Kraft: „Ich lade das Bild in die Cloud hoch und übermittle dem Empfänger mein Anliegen in der Kommentarfunktion. Der weitere Austausch erfolgt in der Chatfunktion, mit der sich die geteilten Patientenfälle prima diskutieren lassen. Besonders bei anspruchsvollen Fällen nutze ich diese Funktion gerne und bespreche die Fälle auf diese Weise mit Kolleginnen und Kollegen oder mit dem Dentallabor.“  Neue Kommentare werden direkt in VistaSoft angezeigt. Ein einfacher Austausch über die VistaSoft Cloud ermöglicht es, auch Patienten benötigte Bilddaten bequem nach Hause zu schicken.

Das zeitaufwändige Exportieren, Verschlüsseln und Versenden per Mail oder das Brennen einer CD und Versenden per Post entfällt: „Der bürokratische Aufwand hinsichtlich der Übermittlung der Daten war im Vergleich höher.“ Zahnarztpraxen, die über kein DVT verfügen, „kann ich wahlweise den vollständigen DICOM-Datensatz oder auch nur einzelne Screenshots über die Cloud zukommen lassen“, führt die engagierte Zahnärztin aus. Für die DVT-Ansicht ist aus der Cloud ein Viewer mit herunterladbar. Beispiele aus dem Praxisalltag veranschaulichen den komfortablen Einsatz:

1. Der interdisziplinäre Austausch
Für die Fälle, die überwiesen werden müssen, zum Beispiel zum Kollegen der Oralchirurgie zur Entfernung der Weisheitszähne, nutze ich die Cloud-Funktion und teile das Orthopantomogramm. Der Empfänger erhält nach dem Upload in die Cloud eine E-Mail mit dem Hinweis, dass die Praxis eine Aufnahme mit ihm geteilt hat. Durch Anmeldung auf der darin verlinkten Website kommt er dann zum Röntgenbild, welches automatisch nach 30 Tagen wieder gelöscht wird. Auch ist in der Cloud eine Kommentier- bzw. Chat-Funktion enthalten, wodurch ich mich mit dem Empfänger über das geteilte Bild austauschen kann.

Abb. 4 Auch der Austausch mit Kollegen über geplante Implantationen erfolgt schnell und unkompliziert.

2. Einfache Übermittlung der Daten
Austausch mit Kollegen der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie über die geplante Implantatation (Die Implantat- und Bohrschablonenplanung kann mit dem optionalen Modul VistaSoft Implant und Guide erfolgen.

3. Übermittlung von Daten ans Dentallabor
Seit einiger Zeit wende ich auch VistaSoft Implant zur präoperativen Implantatplanung an. Das Tool bildet mit VistaSoft den kompletten digitalen Workflow auf der Basis von 3-D-Datensätzen ab, um das vollständige Backwardplanning vorzunehmen. Zusätzlich können auch digitale Abdruckscans eingebunden werden. Am Ende des Workflows erhalte ich einen kompletten Bericht, den ich an meinem Oralchirurgen weiterleiten kann. Auch die Planungsdaten der Bohrschablone (VistaSoft Guide) werden als offene STL-Datei gespeichert, welche ich dann an mein ausführendes Labor weiterleiten kann. Auch an dieser Stelle bietet die Cloud eine bequeme und effiziente Möglichkeit für eine enge Kommunikation zwischen Zahnarzt und Zahntechniker.

4. Anfertigung von DVTs für Kollegen
Zudem fertigen wir zahlreiche DVTs für Kollegen und Kolleginnen an, die selbst über kein 3-D-Röntgengerät verfügen. Sei es der implantologisch tätige Zahnarzt, der für die Planung der Implantatversorgung ein DVT in Auftrag gibt oder die Kieferorthopädin, die so zum Beispiel Informationen zur kieferorthopädischen Einordnung retinierter, verlagerter Zähne erhält.

Über die Cloud-Funktion lassen sich ebenfalls DVTs für Kolleginnen und Kollegen, die selbst über kein 3-D-Röntgengerät verfügen, teilen. Das Volumen des VistaVoxS kann dabei so gewählt werden, dass sich der Bildausschnitt auf die für die Zahnmedizin relevanten anatomischen Bereiche beschränkt.“

Fazit für die Praxis

Im Zeitalter der Digitalisierung spielt der Datenschutz eine wichtige Rolle und die Selbstbestimmung über personenbezogene Daten rückt zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund ist es eine zusätzliche Erleichterung, dass die VistaSoft Cloud eine Plattform bietet, um Aufnahmen und Anmerkungen einfach, kostengünstig und im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auszutauschen. Mit einem Klick und der entsprechenden E-Mail-Adresse lassen sich Bilder bequem teilen und kommentieren.

VistaSoft als Schaltzentrale in der Zahnarztpraxis, die alle Bilddaten von Einzelzahnaufnahmen, Orthopantomogrammen, DVTs und Bilder der Intraoralkamera zusammenführt und verwaltet, ist mit allen aktuellen Röntgen-, Scanner- und Kamerasystemen des Unternehmens kompatibel. Über eine TWAIN-Schnittstelle können Praxen auch Fremd-Röntgengeräte einbinden. Eine Anbindung an die Praxisverwaltung und der Austausch von Patienteninformationen, Bilddaten und Abrechnungsinformationen geschieht einfach und sicher über die VDDS-media Schnittstelle.

Dr. Ina Kraft: „Die VistaSoft Cloud hat meinen Praxisalltag aufgrund ihrer intuitiven Bedienung und der Effektivität sehr erleichtert, und die Software mit der Cloud ist für alle Praxen geeignet, die täglich mit einer Vielzahl von Daten umgehen müssen: seien es Einbehandler-Praxen in ländlichen Gebieten, Mehrbehandlerpraxen oder Kliniken. Die Übertragung von Daten – von einfachen Zahnfilmen, Kamera-Aufnahmen oder umfangreiche DICOM-Datensätze – erfolgt unkompliziert und schnell, das Brennen auf CD oder DVD entfällt. Die Kommentier- beziehungsweise Chat-Funktion, durch die ich mich mit dem Empfänger über das geteilte Bild austauschen kann ist ein zusätzlicher Pluspunkt. Beides erleichtert den Praxisalltag ungemein.“

Bilder: Dr. Ina-Sophie Kraft, Walluf