Meldungen über Umsatzeinbrüche, Kurzarbeit, Insolvenz, auch im Dentalfachhandel, gehören zum Gesicht der Corona-Krise. Doch es gibt offensichtlich Ausnahmen: Mit Nordwest Dental (NWD) und der van der Ven-Gruppe melden jetzt zwei große Dentaldepots, dass sie auch im krisengeschüttelten Marktumfeld ihre Umsatz- und Wachstumsziele für 2020 erreichen werden. Zusammen stehen die beiden Unternehmen für rund 22 Prozent des Umsatzes im deutschen Dentalhandel.

In den vergangenen zwei Monaten hätten Zahnärztinnen und Zahnärzte mit ihren Teams unter schwierigsten Bedingungen und erheblichen persönlichen Gesundheitsrisiken die zahnmedizinische Versorgung der gesamten Bevölkerung in ihren Praxen gesichert. „Dieses Engagement können wir eigentlich gar nicht genug würdigen“, so Thomas Gärtner, geschäftsführender Gesellschafter der van der Ven-Gruppe. „Nicht zuletzt auch, weil dieser Einsatz seitens der Politik keine Beachtung fand.“

Versorgung und technischer Service sichergestellt

Dazu hätten auch NWD und die van der Ven-Gruppe ihren Beitrag geleistet: Durch Homeoffice-Arbeitsplätze sei die Versorgung der Praxen mit Verbrauchsmaterialien aufrechterhalten worden und der technische Service war ohne Unterbrechung vor Ort im Einsatz. Auch die Berater waren und sind weiterhin in ständigem Kontakt mit den Praxen, um sich um die Anliegen der Kundinnen und Kunden zu kümmern, heißt es

„Umfassende Hygienekonzepte sorgten dafür, dass die Logistikcenter der Depots bisher ohne COVID-19-Erkrankung in Betrieb bleiben konnten. Den Einkaufsabteilungen gelang es in sehr hohem Maße, weltweit die notwendigen Hygieneartikel zu beschaffen. Dank dieser Anstrengungen konnte die Praxisversorgung garantiert und gleichzeitig der wirtschaftliche Schaden begrenzt werden. Dentalhersteller und Dentalhandel haben in jeder Phase gemeinsam agiert“, so die beiden Dentaldepots.

Umsatzziele für 2020 unverändert

Der Einsatz zahlte sich aus: „Unsere Umsatzziele für 2020 brauchen wir Stand heute nicht zurückzunehmen“, erklären Alexander Bixenmann, Geschäftsführer der NWD, und Thomas Gärtner gemeinsam. NWD hatte einen Umsatz von 262 Millionen Euro prognostiziert, die van der Ven-Gruppe visiert die Marke von 124 Millionen Euro an. Jetzt melden beide Unternehmen für die Monate Februar und März sogar Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr, die die Erwartungen übertroffen haben: Bei NWD wurde ein Plus von 19,4 Prozent verzeichnet, van der Ven legte sogar um 25,2 Prozent zu. Schwächer wurde lediglich der April beendet, bei NWD mit -20,1 Prozent und van der Ven mit -5,0 Prozent. „Auf dieser Basis können wir positiv in die Zukunft blicken“, so die beiden Geschäftsführer.

Investition in Digitalisierung und Dienstleistungen

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. „Unsere Unternehmen konnten umgehend auf einen an die Corona-Situation angepassten Modus umschalten, da wir schon seit Jahren kontinuierlich in Digitalisierung investieren“, erläutert Thomas Gärtner. So war zum Beispiel die Umstellung auf Homeoffice-Arbeitsplätze schnell zu bewerkstelligen. Alexander Bixenmann ergänzt: „Zusätzlich investieren wir kontinuierlich in die Weiterentwicklung unserer Dienst- und Serviceleistungen. Auch das bewährt sich jetzt. Unsere Kundinnen und Kunden wissen, dass sie sich jederzeit voll und ganz auf uns verlassen können, ganz gleich, was am Markt oder drumherum passiert.“

Bereitschaft zur Investition in moderne Zahnmedizin

Die guten Zahlen lassen, so die Depots, zugleich Rückschlüsse auf die Qualität der zahnmedizinischen Versorgung zu. „Wir erleben in diesen auch für Zahnärztinnen und Zahnärzte schwierigen Zeiten eine große Bereitschaft, in moderne Zahnmedizin zu investieren“, stellen Bixenmann und Gärtner fest. „Medizinischer Fortschritt kommt so unterbrechungsfrei den Patientinnen und Patienten zugute und gewährleistet die qualitativ beste zahnmedizinische Versorgung in Europa. Dafür können wir den Praxisteams nur dankbar sein.“

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