Die Totalprothese war lange Zeit das Stiefkind in Zahnarztpraxen wie Dentallaboren. Der hohe Aufwand und die nötige Erfahrung bei geringer Honorierung schreckten viele ab. Dabei hat die Totalprothese auch in implantologisch intensiven Zeiten wie heute einen wichtigen Stand, zum Beispiel für Patienten, bei denen aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen keine Implantatlösung möglich ist.

Die Quintessenz Zahntechnik, kurz QZ, ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für alle Zahntechniker und zahntechnisch interessierte Fachleute, die Wert auf einen unabhängigen und fachlich objektiven Informationsaustausch legen. Im Vordergrund der Beiträge und Berichterstattung steht die Praxisrelevanz für die tägliche Arbeit. In dieser Zeitschrift finden sich Zahntechniker, Dentalindustrie und die prothetisch orientierte Zahnarztpraxis mit ihren Anliegen nach einer hochwertigen Fortbildung gleichermaßen wieder. Zur Online-Version erhalten Abonnenten kostenlos Zugang. Mehr Infos zur Zeitschrift, zum Abo und zum Bestellen eines kostenlosen Probehefts finden Sie im Quintessenz-Shop.

In den vergangenen Jahren haben die digitalen Technologien nach langem Innovationsstillstand auch Impulse für die Totalprothetik gebracht. Das Autorenteam um Zahnärztin Dr. Sabine Hopmann und ZTM Christian Hannker zeigt in der Quintessenz Zahntechnik 02/20 an einem Patientenfall die Herstellung einer Totalprothese mithilfe von CAD/CAM-Techniken. Diese Technik konnte die Arbeitsschritte in Praxis und Labor vereinfachen und dabei den Sitz der Prothesen signifikant verbessern – Vorteile, die nicht nur dem Patienten zu wesentlich mehr Lebensqualität verhelfen, sondern den gesamten Herstellungsprozess für das komplette Behandlerteam attraktiver machen.

Backward planning einer Totalen

Auch hier kann das Backward-Planning seine Vorteile ausspielen: Mithilfe von Gesichtsscans und Dummy-Prothesen kann die Funktion der digital konstruierten Prothesen vom Funktionsrand über Zahnstellung und -position bis hin zur Zentrik genau überprüft und vom Patienten bestätigt werden. Erst diese gesicherten Informationen werden nun per Scan der digitalen Fertigung übergeben, dabei ist die Herstellung auch flexibel genug, um sowohl gefräste Zahnkränze als auch konfektionierte Prothesenzähne verwenden zu können. Die Autoren beschreiben die Herstellung sehr detailliert und nachvollziehbar und listen in ihrem Fazit deutliche Vorteile, aber auch Erklärungsbedarf für manche Aspekte beziehungsweise Arbeitsschritte auf – eine wertvolle Einschätzung von Praktikern, lesenswert für Zahntechniker und Zahnärzte.

Titelbild: Dr. Sabine Hopmann, Quintessenz Zahntechnik 2/20