Viele Arzt- und Zahnarztpraxen und Dentallabore haben auf die geänderten Anforderungen und Bedingungen der Corona-Pandemie reagiert und ihren Betrieb erst einmal rasch darauf eingestellt. Es wird aber immer deutlicher, dass wir noch längere Zeit mit diesem Corona-Virus und den Folgen der Einschränkungen leben müssen.

Die Bundesregierung hat daher in der Corona-Pandemie ein Fördermittel-Programm aufgelegt, dass kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen soll, ihren Betrieb und ihr Geschäftsmodell an die neuen Anforderungen anzupassen und ihre Existenz zu sichern. Dabei werden bis zu 4.000 Euro für die Inanspruchnahme eines qualifizierten externen Beratungsunternehmens mit einem Zuschuss von 100 Prozent durch den Bund finanziert. Abgewickelt wird diese Unterstützung über das Bafa, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Auch Arzt- und Zahnarztpraxen und Dentallabore können diese Mittel für die Beratung in Anspruch nehmen und müssen dabei nichts vorfinanzieren, da der Zuschuss direkt an das beratende Unternehmen ausgezahlt wird.

„Wir bekommen von den Zahnarztpraxen, die wir betreuen, gerade sehr viele Anfragen zum Qualitäts- und Hygienemanagement“, berichtet Thomas Malik, Führungstrainerleitender Trainer, Berater und Geschäftsführer der Malik Unternehmensberatung GmbH aus Wiesbaden. Gerade beim Hygienemanagement seien die Praxen mit deutlich gestiegenen Anforderungen bei sich nur langsam entspannender Lage bei Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln immer noch stark gefordert.

Hygiene, Praxis- und Teamorganisation stemmen

Aber auch die Bereiche Praxis- und Teamorganisation stehen im Fokus. Teams müssten so organisiert werden, dass das Ausfallrisiko für die Praxis wegen einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 möglichst klein gehalten werde. Hinzu komme die schwierige Situation für Mitarbeiterinnen mit kleinen Kindern. Und das Thema „Homeoffice“ mit allen organisatorischen und rechtlichen Fragen, nicht zuletzt beim Datenschutz, sei ebenfalls in den Praxen angekommen, berichtet der Experte.

Thomas Malik absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Augenoptiker und war einige Jahre in diesem Beruf tätig, begann aber parallel mit der Fort- und Weiterbildung im Bereich Qualitätsmanagement, Personalführung und -management, Hygiene und Datenschutz. Er wechselte bald zu namhaften Unternehmen im Medizinproduktebereich, wo er Positionen im Verkauf und Training besetzte. Bevor er sich 2006 mit seinem eigenen Unternehmen, der Malik Unternehmensberatung GmbH & Malik Consulting Group GmbH, selbstständig machte, war er bei Philips Oral Health Care tätig. Er ist zertifizierter Datenschutzbeauftragter und zertifizierter Trainer für verschiedene Methoden der Personalführung und Ausbildung. 2019 erschien sein eBook „Die Toolbox der Kommunikation – Wertschätzend und effektiv für jede Persönlichkeit“, er ist auch Autor von Fachbeiträgen zu verschiedenen Themen seines Tätigkeitsbereichs, unter anderem im Quintessenz Verlag. Kontakt unter thomas.malik@malik-group.de. (Foto: Malik)

Digitale Kommunikationswege nutzen

Eine weitere Herausforderung sei die Kommunikation mit den Patienten. „Das Gesundheitswesen wird durch die Corona-Pandemie jetzt wie viele andere Bereiche unserer Gesellschaft ins digitale Zeitalter katapultiert. Online-Terminbuchungen, die Praxispräsenz im Internet und auf Social Media, Patienten über digitale Kanäle allgemein und direkt ansprechen bis hin zur Videosprechstunde – es gibt sehr viele Möglichkeiten, die genutzt werden könnten. Aber auch hier gibt es neben dem Datenschutz viele Aspekte zu beachten und diese Tools müssen sinnvoll in die Praxisstruktur integriert werden”, erklärt Malik.

Den Praxisbetrieb sicher aufrechterhalten

„Es geht ja darum, den Praxisbetrieb möglichst sicher und zuverlässig aufrechterhalten zu können“, so Malik, „und so die wirtschaftliche Existenz auch in und nach der Corona-Pandemie zu sichern. Die Krise ist unbestritten belastend, man kann sie als Praxisinhaber aber auch als Chance sehen, sich selbst und die Praxis besser aufzustellen“. Darauf zielten auch die Basis-Beratungspakete ab, die sein Unternehmen speziell für die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zusammengestellt hat. Sie umfassen immer eine Management-Beratung und wahlweise das Thema Hygienemanagement, Digitalisierung/Datenschutz oder Organisationsentwicklung und Qualitätsmanagement – je nachdem, was für die Praxis gerade besonders wichtig ist. Auch Kombinationen sind möglich.

Beratungsleistungen und Angebote digital nutzen

Alle Beratungsleistungen können auch online, ohne Präsenz in den Praxen, in Anspruch genommen werden. „Unsere fortschrittlichen Online-Managementsoftware-Produkte und -dienstleistungen sind ideal darauf ausgerichtet. Wir haben für unsere Kunden in unserer Online-Akademie auch Online-Web-Fortbildungen zum Beispiel im Bereich Hygienemanagement verfügbar, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Teilnahmezertifikat nachweislich und rechtsicher absolviert werden können.“

Was die Abwicklung der Förderanträge und die Förderungsfähigkeit angehe, so übernehme man auch das für die Kunden. Schließlich hätten Ärzte und Zahnärzte derzeit schon genug Papierkram auf dem Tisch, heißt es bei Malik. Mehr Informationen über diese spezielle Corona-Förderung finden Interessierte auf der Homepage des Unternehmens.

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