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Die Zahnmedizin nutzt die Fortschritte in der computergestützten Planung und bei digital gefrästen Materialien, um die Zahngesundheit der Patienten zu verbessern, die Herstellung von Zahnersatz zu vereinfachen und vorhersehbar dauerhafte Ergebnisse zu erzielen – auch in ästhetisch anspruchsvollen Fällen. Mit der Einführung von Software für die digitale Konstruktion und Fertigung (CAD/CAM), intraoralen Scannern und anderen hochtechnologischen Entwicklungen ist die moderne Zahnmedizin besser denn je gerüstet, Zahnersatz anzubieten, der hinsichtlich Tragekomfort, Vitalität und Ästhetik unübertroffen ist.

Allerdings macht der Zugang zu diesen modernen Hilfsmitteln die traditionellen Anforderungen an eine gute Zahnbehandlung keineswegs überflüssig – nach wie vor sind Fachkompetenz, fundiertes Urteilsvermögen und gründliche Behandlungsplanung gefordert. Wenn ein Fall besonders komplex ist, muss man manchmal kreativ werden, um festzustellen, welche der verfügbaren Ansätze für die Lösung des jeweiligen Problems geeignet sind. Oftmals umfasst die Lösung eine Kombination aus alten und neuen Methoden. Die Autoren Dr. Ingy Nouh und Dr. Kamal Ebeid aus Kairo, Ägypten, schildern anhand eines Patientenfalls den geschickten Einsatz digitaler Planung und bewährter chirurgischer Verfahren.

Der Patientenfall

Die Patientin im vorliegenden Fall wandt sich an uns, weil sie mit ihrem Lächeln unzufrieden war. Ihre Kinder hatten sie ermutigt, zahnärztlichen Rat und Unterstützung einzuholen. Ihre Unzufriedenheit mit dem Aussehen ihrer Zähne war hauptsächlich durch zwei Probleme verursacht: eine hohe Lachlinie  (Gummy Smile), die übermäßig viel Zahnfleisch sichtbar machte, und ein Diastema von 5 Millimetern (mm) zwischen den oberen mittleren Schneidezähnen.

Ihr Fall war klinisch gesehen kompliziert, denn um das Diastema zu kaschieren, hatte ein früherer Behandler en Kunststoffzahn eingepasst, der über die Mittellinie hinausragte und mit Klammern an den benachbarten Schneidezähnen befestigt war. Die größte Herausforderung in diesem Fall war dann auch die Schließung des 5 mm breiten Diastemas mit möglichst wenig invasiven Mitteln. Außerdem wollten wir das Problem des Gummy Smile lösen. Um das Lächeln der Patientin neu zu gestalten, wurde ein Behandlungsplan entwickelt, der eine digitale Analyse des Lächelns, Wachsmodelle und Einproben, die Verlängerung einer klinischen Krone und die Eingliederung von sechs Veneers und einer Krone im vorderen Frontzahnbereich bestand.

Bei einem so anspruchsvollen Fall sollte man nicht mit der Behandlung beginnen, bevor ein Behandlungsplan erstellt und klar visualisiert ist. Der Einsatz moderner digitaler Technologien ermöglichte es uns, den Fall zu analysieren, den Plan festzulegen und das Ergebnis vor Beginn der Intervention virtuell aufzuzeigen. Um für diese Patientin eine digitale Analyse ihres Lächelns durchzuführen, haben wir zunächst eine Reihe von digitalen Fotos und Videos zusammengestellt, mit denen die Defekte sorgfältig lokalisiert und Messungen durchgeführt werden konnten, um die ästhetische Eignung und Passgenauigkeit der geplanten Restaurationen sicherzustellen. Mit dem von Dr. Christian Coachman entwickelten Hilfsmitteln für das Digital Smile Design (DSD) konnten wir dann ihr neues Lächeln gestalten. Auf Grundlage der digitalen Konstruktion und der Messungen wurden Mock-Ups erstellt, um zu überprüfen, ob die vorgeschlagenen Restaurationen der Patientin zusagen und das Diastema schließen würden.

Behandlungsplan und Schritte

Die chirurgische Kronenverlängerung

Eine Kronenverlängerung ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem überschüssiges Zahnfleisch und Knochengewebe neu geformt werden, um mehr Zahnsubstanz freizulegen. Für diese Patientin war dies ein wichtiger Schritt, da ihre Zähne länger aussehen mussten, um sie in einem angemessenen Verhältnis zu der Breite zu halten, die zum Schließen des Diastemas erforderlich war. Gleichzeitig wirkte sich der Eingriff günstig auf die zu hohe Lachlinie aus. Die auf Grundlage des Mock Ups hergestellte Kunststoffschablone half, dem Zahnfleisch und dem Knochengewebe bei der Kronenverlängerung die Konturen zu geben, die für die Unterstützung der zukünftigen Restaurationen auf der Grundlage der geplanten endgültigen Konstruktion erforderlich waren. Zwei Wochen nach dem chirurgischen Eingriff war der Heilungsprozess so weit fortgeschritten, dass die abschließende restaurative Phase der Behandlung beginnen konnte.

Die definitive restaurative Versorgung

Ein endgültiges Mock-Up der Restaurationen wurde erstellt und nach der Operation getestet, um zu bestätigen, dass die Konturen, Formen und Proportionen der Restaurationen immer noch optimal auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sind. Die Patientin bestätigte, dass ihr die optische Wirkung des Mock-Ups gefiel.

Auf Grundlage der Schlussabformung wurde ein Meistermodell erstellt, das zusammen mit den von der Patientin genehmigten Mock-Ups gescannt wurde. Die definitiven Restaurationen, sechs Veneers und eine Krone, wurden mit Hilfe von CAD/CAM-Software entworfen und aus Obsidian-Lithiumsilikatkeramik gefräst. Obsidian war die ideale Wahl wegen seines vorteilhaften Aussehens, das in Farbton und Transluzenz dem Aussehen der natürlichen Zähne sehr ähnlich ist. Die Obsidian-Veneers und die Krone aus Obsidian-Lithiumdisilikatkeramik lösten die kosmetischen Probleme der Patientin. Das Diastema wurde geschlossen, die Druckbelastung durch den Kunststoffzahn beseitigt und insgesamt eine gesündere, einheitlichere dentale Umgebung geschaffen.

Schlussbetrachtung

Durch eine Kombination aus traditioneller Wachsmodellation und digitaler Konstruktion lässt sich das ideale Lächeln für den Patienten vorab visualisieren und direkt im Mund bestätigen. Die auf dieser Grundlage gefertigten Restaurationen sollten den Erwartungen von Arzt und Patient entsprechen. Durch die volle Nutzung der uns zur Verfügung stehenden Restaurationstechniken – alten wie neuen – kann man bei nur geringer Belastung ein vorhersehbares und zufriedenstellendes Ergebnis erzielen, gleichgültig wie komplex der jeweilige Fall ist.

Ein Beitrag von Dr. Ingy Nouh und Dr. Kamal Ebeid