Bildung, Nothilfe, Zahngesundheit und immer noch Lepra – die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte stellt in ihrer Jahresbilanz die Schwerpunkte ihrer ehrenamtlichen Arbeit vor.

Kurz vor dem Jahreswechsel wird es wieder Zeit, einen Blick auf die Projekte zu werfen, die die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte, kurz HDZ, dank der Spenden von Zahnärzten und vielen anderen Unterstützern in diesem Jahr weiter vorantreiben oder neu anstoßen konnte. Insgesamt flossen rund eine halbe Millionen Euro in 35 Projekte in allen Teilen der Welt.

Kampf gegen die Lepra in Indien und China

Die Investitionen verteilten sich auch diesmal wieder auf die vier großen Tätigkeitsgebiete – Lepra, zahnmedizinische Projekte, Bildungsprogramme und Sofort-/Flüchtlingshilfen. In der Lepra-Hilfe profitierten in diesem Jahr vor allem Projekte in Indien und China von den HDZ-Spenden. So konnte das Bombay Leprosy Projekt (BLP) weiter unterstützt werden, das vielfältige Maßnahmen zur Bekämpfung, Behandlung und Prävention der tückischen Krankheit in Mumbai und Umgebung durchführt. Und auch Partnerorganisationen in China erhielten für Prävention und sozialökonomische Reha-Maßnahmen ihrer Lepra-Patienten fünfstellige HDZ-Mittel.

Zahnmedizinische Projekte in aller Welt

Bei den zahnmedizinischen Projekten standen unter anderem größere Investitionen in Afrika an. So erfolgte beispielsweise der Ausbau der Zahnstation Ngaboro in Tansania. Zudem unterstützte das HDZ umfangreiche zahnmedizinische Einsätze der Partnerorganisation „Planet Aktion-Helfende Hände“ in Madagaskar. Ebenso startete Anfang des Jahres Stufe III des OHCP-Zahnprophylaxeprogramms in Zusammenarbeit mit Dr. Klaus de Cassan und Partnerorganisationen auf den Philippinen, Argentinien und in Chile. Dies hat die zahnärztliche Behandlung armer Bevölkerungsschichten zum Ziel und verfolgt den Aufbau eines Mundgesundheitsbewusstseins durch entsprechende Aufklärungs- und Prophylaxemaßnahmen.

Abb. 5: Dr. Klaus de Cassan lernt Prophylaxehelfer auf den Philippinen an. (Foto: HDZ)

Investitionen des HDZ in 2019 insgesamt: 492.300 Euro (Stand 27.11.2019)
Davon flossen in
• Lepra-Projekte: 42.300 Euro
• (Zahn-)Medizinische Projekte: 246.000 Euro
• Bildungsprojekte: 154.000 Euro
• Sofort-/Flüchtlingshilfe: 50.000 Euro

Bildung ermöglichen

Auch bei den Bildungsprojekten hat sich in 2019 einiges getan. Zum Beispiel durften sich die Schüler des Mogra Star Soul Winner Rescue Centres in Nairobi über neue Schulbücher freuen und auf Madagaskar konnte dank dem HDZ mit dem Bau – samt Inneneinrichtung – der Schule in Tanambao Sanadampy begonnen werden.

Von den Soforthilfen des HDZ profitierten in diesem Jahr die Opfer des Wirbelsturms auf den Philippinen und Menschen in Zimbabwe nach dem verheerenden Zyklon Idai.

Jeder Cent hilft

Davon abgesehen gab es eine Vielzahl weiterer kleiner und großer Projekte, bei denen jeder Cent an Spendengeld gut gebraucht und sinnvoll investiert werden konnte. So machte sich das HDZ im Rahmen eines Bildungsprojekts in Togo für Kinderrechte stark, ließ einen Flüchtlingswohncontainer in Bosnien aufstellen und ermöglichte den Bau von Sanitäranlagen in der Primary School der Juja Farm in Kenia.

Hilfe und Eigeninitiative

Abb. 8: Absolventen der Gastronomiefachschule von Francis van Hoi lernen ihr Handwerk von der Pike auf. (Foto: HDZ)

Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie das Konzept des HDZ Früchte trägt. „Unser Konzept ist immer noch so einfach und wirksam wie vor 30 Jahren“, sagt Dr. Klaus Winter, stellvertretender Vorsteher der Stiftung. „Erstens wird die Hilfe immer dorthin gebracht, wo die Not ist, das heißt, jeder Cent kommt genau dort an, wo er gebraucht wird“, so Winter. „Zweitens: alle Helfer unserer Partnerorganisationen leben und wirken mit den Zielgruppen (Kindern, Flüchtlingen, Lepra-Infizierten) zusammen und gestalten den Alltag gemeinsam. Und drittens: die Menschen erhalten nur so viel Hilfe wie notwendig, denn langfristiges Ziel ist es, ihre Eigeninitiative und Selbstverantwortung aufzubauen und sie bei ihrer Suche nach ihrem individuellen Lebenskonzept zu begleiten und zu unterstützen, so dass sie irgendwann unsere Hilfe gar nicht mehr brauchen.“

Die Stiftung dankt allen Spenderinnen und Spendern und allen Ehrenamtlichen für die Hilfe und Unterstützung ihrer Arbeit, so Winter.

Yvonne Schubert, Nordstrand

Spendenkonto

Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

IBAN: DE28300606010004444000

BIC: DAAEDEDDXXX

Unterlagen für die Altgoldsammlung können auf der Internetseite der Stiftung angefordert werden.

Titelbild: Dr. Klaus de Cassan lernt Prophylaxehelfer auf den Philippinen an. (Foto: HDZ)