In Deutschland hat die jährliche Grippewelle begonnen. Das erläutert der neue Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts (RKI) Berlin (Stand 23. Januar). Neben mehr als 13.000 labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen wurden bisher auch 34 Ausbrüche mit mehr als fünf Fällen an das RKI übermittelt. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza verweist daher auf die Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention zu infektionshygienischen Maßnahmen im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten.

In Deutschland erkranken je nach Verlauf der Grippesaison jährlich zwischen zwei und vierzehn Millionen Menschen an einer Grippe (Influenza). Dabei sind vor allem ältere Menschen stark betroffen, insbesondere von schweren Verläufen der Erkrankung, die mitunter tödlich enden können. Die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Influenza bietet die Grippeschutzimpfung. Noch ist die Grippesaison nicht vorbei und es nicht zu spät, sich impfen zu lassen. Wann und warum eine Impfung gegen Grippe sinnvoll ist, erklären zwei neue Kurzfilme, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit dem RKI erstellt wurden.

Neue Kurzfilme über Grippeimpfung

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Die echte Virusgrippe ist keine harmlose Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Besonders Senioren, Schwangere und chronisch Kranke haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher sollten sie sich unbedingt jährlich impfen lassen. Nach der Impfung dauert es rund 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz gegen die Grippeviren aufgebaut hat. Daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich noch rechtzeitig gegen Grippe impfen zu lassen, um beispielsweise in der Karnevals- beziehungsweise Faschingszeit geschützt zu sein.“

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Impfung gegen Influenza allen Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranken und Schwangeren sowie medizinischem Personal. Außerdem sollten sich alle schützen, die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben oder Personen im nahen Umfeld anstecken und gefährden könnten wie Pflegepersonal, Busfahrerinnen und Busfahrer, Lehrkräfte oder Personen in Pflegeheimen.

Impfen – und Hände waschen

Die jährliche Impfung ist wichtig, da sich Grippeviren ständig verändern. Nach einer überstandenen Grippe ist man daher nicht, wie bei einigen anderen Viruserkrankungen, ausreichend vor weiteren Infektionen geschützt. Die Impfung sollte vorzugsweise im Oktober oder November erfolgen. Auch später sowie im Verlauf einer Grippewelle kann sie noch sinnvoll sein.

Für den Grippeschutz sind neben der Impfung einfache Hygieneregeln empfehlenswert, beispielsweise gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten. Die Influenzaviren können über Tröpfcheninfektion, beim Husten oder Niesen, aber auch über Hände und Oberflächen – bereits bevor Krankheitszeichen auftreten – übertragen werden.

Im Rahmen der gemeinsamen Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor“ haben die BZgA und das RKI zwei Erklärfilme veröffentlicht: für die Allgemeinbevölkerung und insbesondere für die, denen die Grippeimpfung ausdrücklich empfohlen wird, sowie speziell für Schwangere. Die Filme erläutern die Übertragungswege und die Vorteile der Grippeschutzimpfung, zu finden im Netz unter: https://www.impfen-info.de/mediathek/filme/und auf dem Youtube-Kanal der BZgA: https://www.youtube.com/playlist?list=PLRsi8mtTLFAy6YxeTYGTmuPRnLf598Ay9.

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