Anlässlich des International Scientific Expert Forums Ende August 2018 brachte der Hanauer Dentalhersteller Kulzer angesehene und erfahrene Key Opinion Leader verschiedener zahnmedizinischer Schulen und privater Praxen zusammen. Teilnehmer aus sieben europäischen Ländern diskutierten über die Vorteile und Grenzen intraoraler Reparaturmethoden und die Anwendung von Universal-Adhäsiven.

Eröffnet wurde das Forum durch den Kulzer CEO Marc Berendes. Dieser erklärte in seiner Begrüßungsansprache an die Teilnehmer: „Wir entwickeln unsere Produkte für Sie und wir möchten diese Produkte gemeinsam mit Ihnen weiterentwickeln. Daher sind ein intensiver Dialog und Austausch für uns sehr wichtig.“

Vom gegenseitigen Austausch profitieren

Aufgrund des individuellen Backgrounds und der gesammelten Erfahrungen der aus verschiedenen Ländern stammenden Spezialisten wurde der gegenseitige Austausch sehr geschätzt und erfuhr entsprechende Anerkennung.

„Es ist eine Freude, dass Wissenschaftler, Entwickler und Kollegen aus Zahnarztpraxen sich hier treffen und Ideen austauschen können”, sagte Prof. Dr. Bernd Haller von der Universität Ulm. Sein Interesse richtete sich besonders auf Hintergrundinformationen zu den Produkten. „Dadurch können wir besser verstehen, wie ein Produkt vom Hersteller entwickelt wurde.“ Auch Dr. Pier Antonio Acquaviva aus Italien schätzte diesen Aspekt: „Dieses Forum ist eine großartige Gelegenheit, mit einem forschenden Unternehmen in Kontakt zu treten.”

Für Kulzer wiederum war es sehr wertvoll zu erfahren, wie Wissenschaftler und Zahnärzte Kulzer-Produkte bei ihrer täglichen Arbeit einsetzen und verwenden. „Wir brauchen das Feedback, denn nur so können wir uns stetig verbessern“, betonte Dr. Janine Schweppe, Global Scientific Affairs.

Hands on! In den modernen Schulungsräumen von Kulzer konnten die Teilnehmer den Praxistest direkt vornehmen. Bild: Kulzer

Theorie und Praxis

Wichtiger Bestandteil der Veranstaltung waren nicht nur Präsentationen und Diskussionen zu aktuellen wissenschaftlichen Fragen, sondern auch praktische Labortests: Die Teilnehmer selbst untersuchten die Haftfestigkeit von iBond Universal in Verbindung mit verschiedenen Materialien und Faktoren, die die Haftfestigkeit von Adhäsiven im Allgemeinen beeinflussen. Im Anschluss an die Tests wurden die erarbeiteten Ergebnisse ausgewertet und den Teilnehmern direkt präsentiert. Hierbei stellte sich heraus, dass iBond Universal eine gute Haftfestigkeit in Verbindung mit ausgesuchten Materialien (zum Beispiel Silicatkeramik, Zirkoniumdioxid) aufwies.

Zudem wurde den Teilnehmern direkt vor Augen geführt, wie die Haftfestigkeit von den Anwendungsparametern wie Polymerisationszeit und Applikationsmethode abhängt. „Wir wollten zeigen, wie wichtig es für alle Adhäsiv-Systeme ist, bei der Anwendung des Produkts die in der Gebrauchsanweisung angegebene Herstellerempfehlung zu beachten“, betonte Dr. Natalie Nöller (Training & Education).

Den Zahnersatz-Zyklus verlängern

Reparieren oder ersetzen? Wie es scheint, ist dies eine Frage der jeweiligen Philosophie, die jeder Zahnarzt und jede Zahnärztin individuell beantwortet – dies zeigten die Diskussionen rund um das Thema „Reparaturen von Restaurationen“. In einem Punkt waren sich alle einig: Ziel sollte sein, den Zahnersatzzyklus zu verlangsamen. In Bezug hierauf wurde gezeigt, wie eine Reparatur mit iBond Universal dazu beitragen kann, eine vollständige Erneuerung einer direkten oder indirekten Restauration zu vermeiden, um so möglichst viel gesunde Zahnstruktur zu erhalten. Während einer Diskussionsrunde hatten die Teilnehmer Gelegenheit, interessante eigene Fallstudien oder aktuelle Forschungsergebnisse zu Adhäsiven oder zur intraoralen Reparatur vorzustellen. In diesem Zusammenhang wurden auch einige hochästhetische Direktversorgungen mit Venus Pearl präsentiert. Alle Teilnehmer bekräftigten, dass die intraorale Reparatur ein gutes Mittel für den Schutz und den Erhalt gesunder Zahnsubstanz und Zahnfleisches ist.

Dialog auf Augenhöhe

Das Scientific Expert Forum bot eine hervorragende Austauschplattform für Anwender und Experten. „Es war ein Dialog auf Augenhöhe. Während wir den Fachleuten und Spezialisten aus Wissenschaft und zahnärztlicher Praxen Hintergrundinformationen – insbesondere zu iBond Universal – lieferten, erhielten wir wiederum sehr hilfreiches Feedback sowie interessante Anregungen und Impulse für neue Denkanstöße“, resümierte Dr. Janine Schweppe.

Titelbild: Die Teilnehmer testeten die Haftfestigkeit unter dem Einfluss verschiedener Anwendungsmethoden (Bild: Kulzer)