Digitale Behandlungsmethoden erleichtern sowohl den Einstieg in die Implantologie als auch die Durchführung endodontischer Behandlungen. Sie sparen Zeit und führen insbesondere in der Praxis für allgemeine Zahnmedizin zu signifikant mehr Sicherheit.

So lässt sich im DVT sofort erkennen, ob die geplante Implantatversorgung eine chirurgische Herausforderung darstellt oder ohne besonderes Risiko auch von einem Zahnarzt in seiner Praxis ausgeführt werden kann – oder wo sich im Falle einer Endo-Behandlung die Eingänge der Wurzelkanäle verbergen, wie gekrümmt sie sind und ob ein im zweidimensionalen Röntgenbild nicht erkennbarer überzähliger Wurzelkanal das Behandlungsergebnis gefährdet.

DVT-Diagnostik für die Endodontie (Foto: Dentsply Sirona)

Exakte Behandlungsplanung per Bohrschablone übertragen

Die exakte Behandlungsplanung kann im DVT per Bohrschablone präzise in die klinische Situation übertragen werden, was für die Implantologie bereits klinisch-wirtschaftlich erprobt ist, und für die endodontische Behandlung auf der letzten Internationalen Dental-Schau (IDS) als „Work in Progress“ vorgestellt wurde. In beiden Fällen sorgt sie gerade in der allgemeinen Zahnarztpraxis für eine deutliche Reduktion der Behandlungszeit, vermindert das Risiko signifikant und ermöglicht somit eine klinisch und forensisch sichere Behandlung.

Kombination von 3-D-Röntgen und CAD/CAM

Die computergestützte Versorgung der Implantate beziehungsweise der endodontisch behandelten Zähne, ist dann das i-Tüpfelchen der Behandlung. Die Kombination von 3-D-Röntgen und CAD/CAM bietet dabei nicht nur die Möglichkeit, zum Beispiel ein Implantat gleichzeitig prothetisch und chirurgisch zu planen, sondern auch die Bohrschablone und die vollkeramische Versorgung in der eigenen Praxis hochpräzise und außerordentlich wirtschaftlich herzustellen. Cerec ist dabei als einziges, über Jahrzehnte erprobtes CAD/CAM-System in der Lage, den gesamten Workflow in der eigenen Praxis abzubilden.

„Erfolgsfaktor Wissen“ gerade für digital wichtig

Digitale Lösungen machen es aufgrund ihrer hohen Entwicklungsgeschwindigkeit Anwendern schwer, up to date zu bleiben. Somit ist Wissen zum zentralen Erfolgsfaktor für die digitale Zahnarztpraxis geworden. Zum einen mit einer soliden Basisausbildung, die den sicheren Einsatz der Geräte garantiert, zum anderen mit regelmäßigen Wissens- Updates, ohne die der Anwender bei der exponentiellen Entwicklung digitaler Systeme schnell den Anschluss verliert.

„Cerec Masterkurs“ in Leipzig

Die dafür beste Möglichkeit bietet der „Cerec Masterkurs“, der Cerec-Anwender schnell auf den neuesten Stand bringt. Vorträge, Übungen und zwei Live-Behandlungen zeigen die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Methoden auf, diskutieren Indikationen und Kontraindikationen und vermitteln das notwendige Wissen zum allerneuesten Stand der Software. Der nächste Kurs findet am 15. und 16. Juni 2018 in Leipzig statt, Anmeldungen sind noch möglich.

Implantat oder Endo? – Live-Behandlungen

Die digitalen Workflows beider Verfahren sind zeitsparend, ermöglichen eine minimal-invasive Behandlung und gewährleisten eine hohe Behandlungssicherheit. Sie sind somit nicht nur für den Behandler sondern auch für den Patienten höchst attraktiv. Damit lohnt es sich, auch einmal die prothetische Versorgung für beide Fälle unter die Lupe zu nehmen, weshalb sich die beiden Live-Behandlungen des Cerec Masterkurses auf die Versorgung eines Implantates und eines endodontisch behandelten Zahnes konzentrieren werden.

Beide Behandlungen finden parallel auf der Bühne statt, können auf einer Großbildleinwand hautnah verfolgt werden und werden fachlich kommentiert. Darüber hinaus werden Experten im Rahmen einer Panel-Diskussion die einzelnen Schritte der Behandlungen diskutieren, die wichtigen Details herausstellen, Alternativen aufzeigen und bewerten was gut war und was man auch hätte anders machen können.

Neue Software vorgestellt

Bei den Live-Behandlungen wird erstmalig die neue Cerec Software 4.6 öffentlich eingesetzt. Sie verspricht eine Restauration in fünf Klicks – mit einer Zeiteinsparung von bis zu 20 Prozent. Weiterhin können jetzt Modell- und Konstruktionsdaten in einem besonderen Exportformat einfach und präzise auf beliebigem Wege direkt ins Labor übertragen werden.

Automatischer Vorschlag der Präparationsgrenze in der Cerec Software 4.6 (Foto: Dentsply Sirona)

Praxisrelevante Fortbildung und Tipps, die Gold wert sind

„Unser Fokus liegt immer auf der praktischen Anwendung. Wir möchten, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte das Gelernte sofort in Ihrer Praxis anwenden und umsetzen können – und ein Vierteljahrhundert Masterkurse zeigt, wie wichtig es ist, teilzunehmen, um up to date zu bleiben. Das Feedback der vergangenen Jahre hat gezeigt, wie entscheidend die Summe der kleinen und großen Tipps für die Weiterentwicklung der Praxis sein kann und wie sehr es sich lohnt regelmäßig dabei zu sein“, so Dr. Bernd Reiss, Präsident der DGCZ.

Der richtige Tipp zur rechten Zeit kann viel Zeit und Nerven sparen. Oft weiß man gar nicht, was man nicht weiß, und manchmal ist es nur ein kleines Detail, das fehlt. Gerade für Zahnärzte, die früher oder später vor dem Wunsch stehen, ihr Behandlungsangebot auszuweiten, ist es wichtig, von erfahrenen Anwendern zu lernen. Die Pausen zwischen den Vorträgen sind dabei manchmal von genau so hohem Wert wie die Vorträge selbst und die Abendveranstaltung ist vor diesem Hintergrund unbezahlbar.

Dr. Olaf Schenk, Stellvertretender Vorsitzender der DGCZ, Köln

Titelbild: Dentsply Sirona