Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) und der Verband medizinischer Fachberufe (VmF) e.V. unterstützen uneingeschränkt die dreijährige Ausbildung der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) und die strukturierte und qualifizierte Fortbildung zum/r Zahnmedizinischen Prophylaxeassistenten/in, Fachassistenten/in, Verwaltungsassistenten/in und Dentalhygienikerer/in.

Unersetzliche Fachkräfte, aber eklatanter Mangel

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind essentielle Teammitglieder jeder Zahnarztpraxis, die für die reibungslosen Arbeitsabläufe unersetzlich sind“, erklärt der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader. Es sei allerdings unbestritten, dass es auch bei den ZFA einen eklatanten Fachkräftemangel gäbe, so Schrader. „Einerseits müssen wir gemeinsam diskutieren, wie wir den Beruf der ZFA wieder attraktiver gestalten können. Aber andererseits müssen wir auch besprechen, wie der aktuelle Mangel an qualifiziertem Personal behoben werden kann“, erläutert der Bundesvorsitzende. Der FVDZ engagiere sich gemeinsam mit dem VmF, um eine gemeinsame Problemlösung zu finden.

Kontinuierliche Kooperation geplant

Sie freue sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Freien Verband, um die Zugkraft des Berufs wieder zu erhöhen, so Sylvia Gabel, Referatsleiterin für Zahnmedizinische Fachangestellte beim VmF. Dabei gehe es um eine kontinuierliche Kooperation beider Verbände beispielsweise bei der Aus- und Weiterbildung, aber auch um Verbesserungen im Berufsalltag.

Wichtiges Signal in der Öffentlichkeit

„Es ist wichtig, dass sich auch Arbeitgebervertreter in der Öffentlichkeit für das Berufsbild ZFA einsetzen. Das ist ein erster Schritt, um unsere ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen davon zu überzeugen, im Beruf zu bleiben und Schülerinnen für eine Ausbildung in diesem schönen und wichtigen Beruf zu interessieren“, so Gabel.

Das gemeinsame Gespräch in München war jetzt zustande gekommen, nachdem Äußerungen von Delegierten der Hauptversammlung des FVDZ Anfang Oktober in Bremen beim VmF auf deutliche Kritik gestoßen waren. Der Verband hatte sich zudem gegen dort diskutierte Überlegungen ausgesprochen, angelernte Hilfskräfte und Berufsfremde in Zahnarztpraxen in Bereichen einzusetzen, die eigentlich voll ausgebildeten ZFA übertragen werden müssten, zum Beispiel in der Hygiene.

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