Hochsommerliche Temperaturen von mehr als 30 Grad ließen die Teilnehmer des SunCera-Workshops quasi kalt. Denn in den klimatisierten Laborräumen von Bösing Dental (Bingen am Rhein) wurde konzentriert und motiviert der einfache Umgang mit dem einzigartigen Kompositmaterial SunCera erlernt. Zum dritten Mal präsentierte Merz Dental mit Oral-Designer Shahab Esfarjani einen herausragenden Referenten für ästhetische Versorgungen.

Das Material verstehen

Form, Ästhetik und Oberflächentextur mit dem Verblendkomposit SunCera standen für die Verblendexperten im Fokus des zweitägigen Workshops. Henry Theiling (Produktmanager Zahntechnik bei Merz Dental) referierte über Komposite, Materialkunde und gab Verarbeitungshinweise zu SunCera. „Wichtig ist es, das Material und die Indikationen zu verstehen und Lösungen anzubieten, denn das ästhetische Empfinden und die Ansprüche unserer Patienten haben sich geändert“, erläuterte Theiling. Genau da sieht Shahab Esfarjani den Ansatzpunkt und nutzt die digitale Fotografie als Voraussetzung für ästhetisch anmutende Versorgungen.

Farbnahme mit digitaler Fotografie und einem speziell entwickelten Farbvergleichsprogramm.

Farbauswahl mit digitaler Unterstützung

Anschaulich zeigte er in seinem Vortrag auf, wie ästhetische Lösungen aussehen können und machte neugierig auf den Kurstag, bei dem die Farbauswahl fotodokumentarisch unter zu Hilfenahme eines Farbvergleichsprogramms erfolgte. Eine probate Technik für die Feststellung, wie die Farbgebung und der Einsatz der Massen angewendet wurden. Praktische Anwendung fand die Cut-Back Technik bei der Schichtung einer Frontzahnkrone mit dem Kompositverblendmaterial auf NEM. Hier ist die Form mit Hilfe eines Vorwalls bereits vordefiniert, so dass sich die Techniker auf die Schichtung und die Wirkung der Ästhetik konzentrieren konnten. Wichtig ist, den Farbton für Dentin und Schneide festzulegen.

Farbwirkung durch Textur beeinflussen

Leichte Veränderungen der Oberflächentextur führt zu optimalen farblichen Ergebnissen. Anhand des artegral life demonstrierte Esfarjani anschaulich, dass bei übereinstimmender Oberflächentextur die Farbübereinstimmung optimal ist. Und das zeigten auch die erstellten Kursarbeiten. Sie wurden fotografiert und anhand des Farbvergleichsprogramm analysiert. Das Resultat war verblüffend – Schichtung und Farbe stimmten zu 100 Prozent. Einmal mehr zeigte sich die einfache, effektive Anwendung von SunCera. Mit wenigen Massen, aber gezielt eingelegten Effekten werden individuelle ästhetische Frontzahnkronen hergestellt, deren Ergebnisse brillant sind – halt „Keep it simple“.
Der nächste SunCera-Workshop findet vom 16. bis 17. November 2018 bei Van Iperen Zahntechnik in Wachtberg-Villip statt.

Bilder: Merz Dental