Abgespecktes DVG vom Kabinett abgesegnet

Das Bundeskabinett hat am 10. Juli 2019 eine um einige kritische Punkte (siehe unten) bereinigte Version des Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) abgesegnet. Damit soll die Kommunikation auf elektronischem Weg im Gesundheitswesen gefördert werden. Patienten sollen zudem medizinische Apps als digitale Hilfsmittel auf Kassenkosten verschrieben werden können. Das nicht zustimmungspflichtige Gesetz soll bereits zum 1. Januar 2020 in Kraft treten – vorher wird allerdings noch ein spannender und durchaus kontroverser parlamentarischer Lauf des Gesetzes erwartet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich zuversichtlich: „Wir nutzen digitale Angebote, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten besser zu machen und die Arbeit der Ärztinnen und Ärzte einfacher. Patienten sollen sich darauf verlassen können, dass digitale Anwendungen und sinnvolle Apps schnell und sicher in die Versorgung kommen. Daher gibt es für die Patienten ab 2020 gesunde Apps auf Rezept. Außerdem sollen künftig auch Apotheken und Krankenhäuser an die Telematikinfrastruktur angeschlossen werden. Hebammen, Physiotherapeuten und die Pflege bekommen die Möglichkeit dazu. Ich bin überzeugt: Digitale Versorgung ist patientenfreundlich.“ Mehr Informationen zum Gesetz und zum Gesetzentwurf auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit.

Masernimpfpflicht auch in Zahnarztpraxen

Eine Impfpflicht gegen Masern soll kommen. Ein entsprechender Kabinettsentwurf für ein Gesetz zum Schutz vor Masern und für eine Stärkung der Impfprävention liegt bereits vor und soll am 17. Juli 2019 beschlossen werden, wie die Ärzte Zeitung und das Deutsche Ärzteblatt berichtet. Danach sollen Kinder nur noch in Kindertagesstätten, Horte und Schulen gehen dürfen, wenn sie gegen Masern geimpft sind. Die Sanktionen sind zum Teil indirekt – kein Besuch der Einrichtung – oder direkt: Wegen der Schulpflicht werden für Eltern nicht geimpfter Kinder Bußgelder angedroht.

Erfasst von der Impfpflicht sind auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Einrichtungen, ebenso in medizinischen Einrichtungen wie Arzt-und Zahnarztpraxen, Kliniken, auch Flüchtlingsheimen etc. – vom Arzt bis zum Küchenpersonal oder ehrenamtlichen Betreuer. Es sollen alle Ärzte, gleich welcher Fachrichtungen, diese Impfungen vornehmen dürfen. Auch sollen Kombipräparate eingesetzt werden dürfen. Vorgesehen ist zudem, dass die Impfprävention gestärkt wird. (Quelle: Ärzte Zeitung/Deutsches Ärzteblatt)

ABZ eG goes digital – erfreulicher Geschäftsabschluss 2018

Im 27. Geschäftsjahr der Abrechnungs- und Beratungsgesellschaft für Zahnärzte, eingetragene Genossenschaft (ABZ eG), meldet der Vorstand für 2018 ein Wachstum des Geschäftsguthabens. Der Gesamtertrag liegt bei 5,373 Mio. Euro und damit rund 6 Prozent über dem Vorjahr. Auch die Eigenkapitalbasis konnte weiter auf rund 9,8 Millionen Euro gestärkt werden. Der Jahresüberschuss beziffert sich auf 783.000 Euro (2018: 786.000).

(Foto: ABZ e.G)

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Hartmut Ohm zog mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der ABZ eG eine durchweg positive Bilanz. Das Erlöswachstum im Honorarmanagement für kieferorthopädische Praxen in ganz Deutschland hat sich auch im Berichtsjahr fortgesetzt (+ 9 Prozent). Die Erlöse aus der Dienstleistungstätigkeit für die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) blieben aufgrund der moderat gestiegenen Zahl an Abrechnungsfällen stabil. Die Generalversammlung beschloss einstimmig, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 6 Prozent je Geschäftsanteil an die Mitglieder auszuschütten und den Restbetrag in die Ergebnisrücklagen einzustellen.

Turnusgemäß schied Dr. Jens Kober aus München aus dem dreiköpfigen Aufsichtsrat aus. Er stellte sich zur Wiederwahl und wurde einstimmig und ohne Gegenkandidaten gewählt. Der Aufsichtsrat der ABZ eG setzt sich aus den Zahnärzten Dr. Gerhard Kluge aus München (Aufsichtsratsvorsitzender), Dr. Hans Huber aus Illertissen und Dr. Jens Kober aus München zusammen.

Die ABZ eG erwartet im laufenden Geschäftsjahr stabile Umsätze. Die Praxisberatung wird noch weiter ausgebaut. Zum Ausbau gehören unter anderem die Praxisbewertungen sowie förderfähige Niederlassungsberatung. Die Digitalisierung der ABZ eG ist 2019 mit einem neuen Internetauftritt, einem Mitgliederportal und der Ablösung der Abrechnungssoftware im Plan. Eine weitere Fokussierung und Ergänzung der Serviceangebote wird im Bereich des Datenschutzes, der Betriebswirtschaft, des Coachings und beim Projekt Validierung avisiert. (Quelle: ABZ eG)

Mitdenken, querdenken, profitieren – Unternehmertag des AVZ

Der Arbeitgeberverband Zahntechnik e. V. (AVZ), Berlin, lädt gewerbliche Laborinhaber zum Unternehmertag 2019 ein. Unter dem Titel „Querdenker Zukunft, Ethik – Ökonomie – Technik, eine kritische Drei-Säulen-Betrachtung“ geht es am 6. und 7. September 2019 unter anderem um die Themen „Korruption im Gesundheitswesen – drei Jahre § 299“, „Marktveränderungen als Chance“ und „Zahntechnik 4.0 – Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsvorgängen“.

Die Teilnehmer erwartet neben kompetenten Referenten zu berufspolitischen, betriebswirtschaftlichen und technischen Fragestellungen, eine anregende Plattform für den Austausch mit Kollegen: Netzwerken im besten Sinne des Wortes. Informationen zum Korruptionsparagrafen 299a aus erster Hand liefern Prof. Dr. Edgar Franke, SPD, MdB, Mitglied im Gesundheitsausschuss, und Staatsanwalt Christian Hartwig von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Die Beiträge von Zahnarzt und Zahntechnikermeister Dr. Peter M. Finke, Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Sell, Campus Remagen, und dem österreichischen Bundesinnungsmeister KommR Richard Koffu, MSc, beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten der Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf die zahntechnischen Betriebe.

Tagungsort ist Jordan’s Untermühle (jordans-untermuehle.de) im Weinort Köngernheim, zwischen Mainz und Worms gelegen. Die Veranstaltung beginnt am 6. September 2019. Ab 18.00 Uhr treffen sich Teilnehmer und Referenten zum Abendessen und ersten Gedankenaustausch. Das komplette Programm mit allen Gesprächspartnern und Vortragsthemen gibt es unter avz-berlin.eu, Anmeldungen auch per Mail info@avz-berlin.eu. (Quelle: AVZ)

Datenschutz und Zeitdruck: Spahn muss beim DVG nachbessern

Das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf den Weg gebrachte Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) ist in der Ressortabstimmung in einigen Punkten nicht durchgegangen. Das betrifft, wie unter anderem die Ärzte Zeitung berichtet, vor allem die elektronische Patientenakte und den dafür nötigen Datenschutz. Im ersten Entwurf war vorgesehen, dass der Patient in der ersten Stufe der ePA den Zugriff von Ärzten auf die gespeicherten Daten nicht selektieren kann. Nun wird der Gesetzentwurf geändert, damit das Gesetz schnell kommt und damit die ePA noch rechtzeitig zum Jahreswechsel 2020/2021 fertigwerden kann. Dafür wurden weitere Anwendungen, die mit Hochdruck und viel zu kurzen Fristen im DVG ebenfalls implementiert werden sollten, nun in weiteres Gesetz ausgelagert.

Im abgespeckten Gesetzentwurf, der jetzt zeitnah ins Bundeskabinett gehen soll, sei „nicht mehr die Rede davon, dass bis zum 31. März 2021 die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen seien, den Impfpass, den Mutterpass, die U-Untersuchungen für Kinder und Zahn-Bonus-Hefte Bestandteil der Patientenakte werden zu lassen“, so die Ärzte Zeitung. Dafür sollen in einem weiteren Gesetz die weiteren Anwendungen geregelt und neue Leistungserbringer in der Rehabilitation an die Telematik-Infrastruktur angebunden werden.

Die Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung hatte sich noch Ende Juni 2019 gegen diesen Termindruck und weitere Regelungen des DVG ausgesprochen und höhere Vorgaben für den Datenschutz in der ePA gefordert. (Quelle: Ärzte Zeitung/QN)

Dr. Christian Junge bleibt Präsident der Thüringer Zahnärzte

Dr. Christian Junge, Präsident der Landeszahnärztekammer Thüringen (Foto: LZKTh)

Dr. Christian Junge leitet für vier weitere Jahre die Geschicke der Landeszahnärztekammer Thüringen. Die Kammerversammlung wählte den 53-Jährigen aus Friedrichroda am 3. Juli 2019 erneut zum Präsidenten der mehr als 2.700 Zahnmediziner im Freistaat. Mit 42 von 45 Stimmen erhielt Junge eine noch breitere Bestätigung als bei seiner Erstwahl 2015.

Ihm zur Seite steht weiterhin Vizepräsident Dr. Ralf Kulick (57 Jahre) aus Jena, der auch das Fortbildungsreferat führt. Neu im Vorstandsteam sind die Sonneberger Oralchirurgin Dr. Anne Bauersachs (39, Referat Praxisführung), der Erfurter Zahnarzt Dr. Steffen Klockmann (35, Berufsleben und Kreisstellen) sowie der Rudolstädter Zahnarzt Dr. Peter Pangert (48, Finanzen). Wiedergewählt wurden Dr. Axel Eismann (52-jähriger Kieferorthopäde in Erfurt, Referat Praxispersonal) und Dr. Matthias Schinkel (36-jähriger Zahnarzt in Sömmerda, Patientenberatung und Gebührenordnung).

Mit einem Durchschnittsalter von 45,7 Jahren ist der neue Kammervorstand nochmals jünger als vor vier Jahren, als der Generationswechsel an der Spitze der Landeszahnärztekammer eingeleitet wurde. Drei der sieben Vorstandsmitglieder sind unter 40 Jahre, kein Vorstandsmitglied ist über 57 Jahre alt.

Einstimmig ernannten die Delegierten außerdem Dr. Andreas Wagner zum Ehrenpräsidenten. Der 65-jährige Erfurter Zahnarzt war unter anderem von 1991 bis 2003 Vizepräsident der Kammer und von 2007 bis 2015 deren Präsident. Mit der Ehrenpräsidentschaft dankten und lobten die Thüringer Zahnärzte den langjährigen und außerordentlich engagierten standespolitischen Einsatz eines herausragenden Botschafters für den zahnärztlichen Berufsstand, hieß es in der Begründung. (Quelle: LZK Thüringen)

Dr. Lea Laubenthal ist neue Kammerpräsidentin im Saarland

Dr. Lea Laubenthal ist Vorsitzende der Abteilung Zahnärzte der Ärztekammer Saarland (Foto: Abt. ZÄ Saarland)

Die von der Zahnärzteschaft neu gewählten 17 Mitglieder der Vertreterversammlung der Abteilung Zahnärzte in der Ärztekammer des Saarlands haben in ihrer Sitzung am 26. Juni 2019 einen neuen Vorstand für die Abteilung Zahnärzte gewählt. Neue Vorsitzende der Abteilung Zahnärzte ist Dr. Lea Laubenthal (52). Sie war bereits in der vorhergehenden Legislaturperiode Beisitzerin im Vorstand.

Als stellvertretender Vorsitzender wurde erneut Professor Dr. Dr. Dumbach gewählt, der bereits in der vergangenen Legislaturperiode stellvertretender Vorsitzender der Abteilung Zahnärzte war. Weiter wurden in den Vorstand als Beisitzer Dr. Reinhard Haßdenteufel und Dr. Stefan Wilhelm wiedergewählt. Neu dabei ist Dr. Marc Becker.

Der bisherige Vorsitzende der Abteilung Zahnärzte, Sanitätsrat Dr. Hans Joachim Lellig, hatte nicht mehr für ein Vorstandsamt kandidiert. Aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements für den Berufsstand und seiner zwölfjährigen Amtszeit als Vorsitzender der Abteilung Zahnärzte haben die Mitglieder der Vertreterversammlung ihn für seine Verdienste für den Berufsstand einstimmig zum Ehrenvorsitzenden der Abteilung Zahnärzte ernannt. (Quelle: Ärztekammer des Saarlands/Abt. Zahnärzte)

Zahntechniker begrüßen neue Approbationsordnung

Der Arbeitgeberverband Zahntechnik (AVZ) begrüßt die vom Bundesrat nun beschlossene neue Approbationsordnung für Zahnärzte (ZApprO) und damit die Neustrukturierung der Ausbildung in der Prothetik. Er hofft, dass die ZApprO auch die nächsten Hürden noch erfolgreich nimmt und dann zum Wintersemester 2020/21 wirksam werden kann.

AVZ-Präsident Manfred Heckens dazu: „Nach 64 Jahren ist mit der ressourcen-fehlleitenden und seit einigen Jahrzehnten schon völlig überflüssigen akademischen Handwerkerausbildung Schluss und die universitäre Lehre der Zahnärzte kann sich ausschließlich auf eine patientenfokussierte zahnmedizinisch-wissenschaftliche Hochschulausbildung konzentrieren.“ Das sei ein großer Schritt zur Verbesserung des Patientenschutzes und der Gesundheit der Bevölkerung.

Das Zahntechniker-Handwerk habe schon immer kritisiert, so Heckens, dass die zahnärztliche Ausbildung unnötig zahntechnisch-handwerklich überfrachtet sei, während für die Vermittlung der wissenschaftlich fundierten Beurteilung der einzugliedernden Zahntechnik bezüglich der zahnmedizinischen Rehabilitation des stomatognathen Systems des Patienten diese Zeit fehlt. Wenn die Universitäten konsequent ihre Studienpläne entsprechend novellierten, dann könnten schon in der zweiten Hälfte des kommenden Jahrzehnts den Patienten die ersten danach ausgebildeten und geprüften Zahnärzte zur Verfügung stehen, so Heckens. (Quelle: AVZ)

Tassilo Richter tritt Nachfolge von Dr. Ohm bei ABZ-ZR GmbH an

Tassilo Richter (Foto: DZR/ABZ-ZR GmbH)

Die ABZ Zahnärztliches Rechenzentrum für Bayern GmbH (ABZ-ZR) freut sich, Tassilo Richter (36) als designiertes Geschäftsführungsmitglied für das Ressort Marketing und Vertrieb begrüßen zu dürfen. Richter verfügt über mehrjährige Branchenkenntnisse und war ab 2009 unter anderem als Teamleiter Vertrieb und ab 2018 als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung für die PVS Reiss GmbH tätig.

Nach der Freigabe der Finanzaufsichtsbehörden (BaFin) wird Richter die Nachfolge des bis heute für dieses Ressort verantwortlichen Geschäftsführers Dr. Hartmut Ohm antreten. Dieser möchte sich nach der jahrelangen erfolgreichen Arbeit für die ABZ-ZR zukünftig vollständig auf seine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der ABZ Abrechnungs- und Beratungsgesellschaft für Zahnärzte eG ( ABZ eG ) konzentrieren.

„Wir sind überzeugt, dass Tassilo Richter mit seiner ausgeprägten Branchenerfahrung und praktischen Expertise die Marktführerschaft der ABZ-ZR in Bayern gemeinsam mit den Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentren (DZR) und der Abrechnungs- und Beratungsgesellschaft für Zahnärzte eG ( ABZ eG ) weiter ausbauen wird“, heißt es vonseiten der ABZ-ZR.

Richter erklärt: „Die ABZ-ZR hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Stabilität trotz zahlreicher Angriffe durch Wettbewerber gezeigt. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinem Geschäftsführungskollegen Martin Beer und den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ABZ-ZR die Weichen für die nächste Wachstumsphase zu stellen und das Unternehmen als den Top-Anbieter in Bayern zu stärken.” (Quelle: ABZ-ZR/DZR)

Wer gut führt, fühlt sich besser

Chefs, die einen konstruktiven Führungsstil pflegen, verbessern wissenschaftlich nachgewiesen das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Dass sie sich damit auch selbst etwas Gutes tun, hat nun eine wissenschaftliche Studie belegt.

Während der Zusammenhang zwischen Führung und Wohlbefinden der Mitarbeiter gut geklärt ist, ist weniger über die Beziehung zwischen dem Führungsverhalten der Chefs und ihrem eigenen Wohlbefinden bekannt. Insbesondere fehlt eine systematische Integration bestehender Studien. Die Autoren haben daher eine Metaanalyse zu Thema durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigten signifikante Beziehungen zwischen konstruktiver und destruktiver Führung und dem Wohlergehen der Führungskräfte. Wer konstruktiv führt, fühlt sich selbst auch wohler. Destruktive Führungsmodelle beeinflussen auch das Wohlbefinden der Führungskraft negativ.

Relativ gewichtete Analysen zum konstruktiven Führungsverhalten zeigten, dass veränderungsorientierte und relational ausgerichtete Führung (zum Beispiel transformativ, partizipativ) eine größere Varianz im Wohlbefinden der Führungskräfte ausmachte als aufgabenorientierte Führung (zum Beispiel transaktional).

In Bezug auf destruktive Führung zeigte aktive destruktive Führung (zum Beispiel missbräuchliche Aufsicht) stärkere negative Assoziationen zum Wohlergehen der Führer als passive Führung (zum Beispiel Laissez-Faire). Die Studie zeigt einen erheblichen Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden und dem Führungsstil von Führungskräften. Die Autoren sehen damit die Empfehlung unterstützt, Programme zur Entwicklung von Führungskräften und organisatorische Gesundheitsmaßnahmen für Führungskräfte in Unternehmen zu etablieren, da diese positive Auswirkungen auf Mitarbeiter, Teams und Organisationen haben. (Antonia J. Kaluza, Diana Boer, Claudia Buengeler & Rolf van Dick (2019) Leadership behaviour and leader self-reported well-being: A review, integration and meta-analytic examination, Work & Stress, DOI: 10.1080/02678373.2019.1617369)

Peter Berger vervollständigt BVD-Vorstand

Peter Berger, Prokurist der Pluradent, ist am 2. Juli 2019 vom Präsidium einstimmig zum Vizepräsidenten des Bundesverbands Dentalhandel e.V. (BVD) gewählt worden. Damit tritt er die Nachfolge von Uwe Jerathe an, der seit 2012 Vizepräsident des BVD war.

Im Mai war bereits ein weiterer Vizepräsident einstimmig gewählt worden, Stefan Heine, Geschäftsführer von Henry Schein Dental Deutschland. Kooptiertes Vorstandsmitglied ist Andreas Meldau. Mit der Wahl von Peter Berger ist der Vorstand um Präsident Lutz Müller (Deppe Dental) nun komplett.

Der BVD-Vorstand (von links) Andreas Meldau, Peter Berger, Stefan Heine, Lutz Müller (Foto: BVD)

Berger bedankte sich beim Präsidium für das Vertrauen: „Ich freue mich darauf, die Verbandsarbeit wieder aktiv mitgestalten zu dürfen.“ Berger gehörte bis 2017 dem BVD-Präsidium an. (Quelle: BVD)

Dentalsparte von Danaher künftig unter Envista Holdings Corporation

Die Danaher Corporation hat am 27. Juni 2019 bekannt gegeben, dass Envista Holdings Corporation („Envista“) der Name des beabsichtigten Unternehmens für den Dentalbereich des Unternehmens sein wird. Danaher hatte vor gut einem Jahr angekündigt, die Dentalfirmen der Corporation in einem eigenen Unternehmen zusammenzufassen.

Amir Aghdaei, neuer CEO von Envista, bei der Präsentation auf dem Nobel Biocar Global Symposium Madrid am 27. Juni 2019 (Foto: Quintessence News)

Das neue Unternehmen und seine Börseneinführung an der Börse in New York (NVST) über einen Börsengang sollen in der zweiten Jahreshälfte 2019 umgesetzt werden. Geleitet wird Envista von Amir Aghdaei, der President und Chief Executive Officer wird. Er ist derzeit als Geschäftsführer der Danaher-Gruppe für das Segment Dental verantwortlich. Das Unternehmen wird weltweit 12.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Envista wird aus drei operativen Unternehmen im Dental-Segment von Danaher bestehen: Nobel Biocare Systems, KaVo Kerr und Ormco. Diese Unternehmen decken die Bereiche Zahnimplantate, Kieferorthopädie, Dentalausrüstung und Verbrauchsmaterialien ab und umfassen Marken wie Nobel Biocare, KaVo, Kerr, iCAT, Dexis, Metrex, Pelton & Crane, Ormco, Implant Direct und Orascoptic. Insgesamt werden 28 Unternehmen unter dem neuen Dach zusammengefasst, der Gesamtumsatz liegt derzeit bei 2,8 Milliarden US-Dollar und soll auf drei Milliarden US-Dollar steigen.

Aghdaei erklärte: „Die Marke Envista spiegelt die zukunftsweisende Energie wider, die unsere Unternehmenskultur verkörpert. Envistas Kultur wird auf vier Grundwerten aufbauen: ‚Bessere Auswahl, bessere Ergebnisse‘, ‚Vertrauensbeziehungen‘, ‚Innovation in Aktion‘ und ‚Kontinuierliche Verbesserung als Wettbewerbsvorteil‘.“ Das Envista-Geschäftssystem, das auf dem Danaher-Geschäftssystem basiert, wird das gemeinsame Betriebsmodell sein. Wie Aghdaei auf dem Global Symposium von Nobel Biocare in Madrid am 27. Juni 2019 sagte, wird vor allem der asiatische Raum, insbesondere der chinesische Markt, als einer der zukünftigen Wachstumsmärkte eingestuft. Weitere Märkte mit Potenzial sind Osteuropa und Russland. (Danaher Corporation/MM-Quintessence News)

Health AG firmiert als Health Coevo AG

Seit dem 1. Mai gehört die Health AG offiziell zur österreichischen BAWAG Group. In diesem Kontext ändert die Health AG nun auch ihren Firmennamen: Seit dem 1. Juli firmiert das Unternehmen als Health Coevo AG, Ruf- und Markenname bleibt Health AG. „Coevo beschreibt unsere co-evolutionäre Arbeitsmethode. Wir entwickeln nicht nur unsere Produkte Schulter an Schulter mit unseren Kunden, sondern arbeiten auch intern nach diesem Prinzip. Somit ist es nur konsequent, die Co-Evolution auch offiziell in unserem Namen zu tragen“, kommentiert Vorstand Uwe Schäfer den Schritt.

Der Fokus der Produktentwicklung liegt auch in Zukunft auf dem unmittelbaren Dialog mit den Anwendern. So veranstaltet die Health AG weiterhin ihre beliebten Co-Evolution Labs mit Zahnärzten und Praxismitarbeitern. Für das zweite Halbjahr ist ein Lab zu Factoring und Finanzierungsthemen geplant. „Innerhalb unserer finanzstarken Gruppe können wir unsere Kunden künftig ganzheitlicher unterstützen: sowohl mit Leistungen zu Factoring und Abrechnung als auch mit Lösungen für Finanzierung und Leasing“, so Schäfer. (Quelle: Health Coevo AG)

Zahnarztpraxen als Arbeitgeber

Ende des Jahres 2016 wurden in Zahnarztpraxen in Deutschland insgesamt etwa 256.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entgeltlich beschäftigt, davon waren 31.000 Auszubildende. Darüber hinaus hängt der Bestand von etwa 100.000 weiteren Arbeitsplätzen direkt von Zahnarztpraxen ab. (Quelle: Jahrbuch 2018 der KZBV)

Stefanie Stoff-Ahnis neu im Vorstand des GKV-Spitzenverbands

Am 1. Juli 2019 hat Stefanie Stoff-Ahnis die Nachfolge von Johann-Magnus v. Stackelberg als Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbandes angetreten. In dieser Funktion übernimmt sie die Verantwortungsbereiche ambulante und stationäre Versorgung sowie Arznei- und Heilmittel. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Frau Stoff-Ahnis und wissen die zentralen Versorgungsthemen bei ihr in guten Händen“, sagten Uwe Klemens und Dr. Volker Hansen, Vorsitzende des Verwaltungsrates des GKV-Spitzenverbandes, anlässlich der Amtsübernahme.

Stefanie Stoff-Ahnis (Foto: GKV-SV)

Die gebürtige Brandenburgerin lebt mit ihren zwei Kindern und Ehemann in Berlin. Zuvor war sie seit 2006 bei der heutigen AOK Nordost tätig und verantwortete als Mitglied der Geschäftsleitung das Ressort Versorgung. Über die neue Tätigkeit als Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbandes sagt Stoff-Ahnis: „Wir befinden uns in einer hochspannenden Zeit für das Gesundheitswesen, die uns erhebliche Chancen eröffnet. Ich freue mich, gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen Dr. Doris Pfeiffer und Gernot Kiefer weiterhin nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Es ist mir wichtig, die zukünftige Versorgung der gesetzlich Versicherten in Deutschland sektorenübergreifend und bedarfsorientiert zu gestalten. Eine herausragende Bedeutung kommt dabei der Digitalisierung zu, deren Möglichkeiten wir im Interesse der Patienten nutzen wollen.“ (Quelle: GKV-Spitzenverband)

Mehr als 16 Millionen Deutsche haben eine ZZV

Die Zahl der privaten Zahnzusatzversicherungen (ZZV) ist im Jahr 2018 deutlich gewachsen. Nach den vorläufigen Geschäftszahlen der Privaten Krankenversicherung (PKV) nahm sie um etwa 343.000 Versicherungen oder plus 2,2 Prozent zu. Erstmals haben nun mehr als 16 Millionen Deutsche eine private Zahnzusatzversicherung.

Die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung bieten Zahnzusatzversicherungen sowohl auf individueller Grundlage als auch über Gruppentarife im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung an. Allein im vergangenen Jahrzehnt ist die Gesamtzahl all dieser Versicherungen um etwa fünf Millionen oder 37 Prozent angestiegen (von 11,77 Millionen im Jahr 2008).

„Der Trend zu mehr privater Vorsorge ist ungebrochen“, so Florian Reuther, Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherung. „Es wäre daher gut, wenn der Gesetzgeber die steuerlichen Nachteile bei betrieblichen Krankenversicherungen beseitigt, damit noch mehr Bürgerinnen und Bürger ihre Zähne für den Ernstfall gut absichern können.“ Seit 2013 wertet das Bundesfinanzministerium über den Arbeitgeber gewährten Kranken- und Pflegeversicherungsschutz als Barlohn; die Beiträge müssen seitdem mit der Lohnabrechnung voll versteuert werden.

Zahntarife seien damit die populärsten privaten Zusatzversicherungen. Mit ihnen können gesetzlich Versicherte die begrenzten Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung insbesondere beim Zahnersatz aufstocken. Darüber hinaus können private Zusatzversicherungen weitere Leistungen mit abdecken, die die GKV in der Regel nicht übernimmt – zum Beispiel im Bereich der Kieferorthopädie für Erwachsene. (Quelle: PKV-Verband)