GKV-SV: Stefanie Stoff-Ahnis folgt auf von Stackelberg

Der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) hat am 28. November 2018 die Frage der Nachfolge für Johann-Magnus v. Stackelberg im Vorstand entschieden. Der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbands hat Stefanie Stoff-Ahnis einstimmig in den Vorstand des Verbandes gewählt. Sie wird am 1. Juli 2019 die Nachfolge von Johann-Magnus v. Stackelberg antreten, der dann in den Ruhestand geht.

Stefanie Stoff-Ahnis (Foto: AOK Nordost)

„Mit Stefanie Stoff-Ahnis konnten wir eine bestens geeignete Person für die Nachfolge von Herrn v. Stackelberg gewinnen. Mit über zehn Jahren Berufserfahrung in der gesetzlichen Krankenversicherung ist sie eine hervorragende Kennerin des Gesundheitswesens. Wir wünschen ihr als künftiges Mitglied in dem dreiköpfigen Vorstand des Verbandes gemeinsam mit Dr. Doris Pfeiffer und Gernot Kiefer viel Erfolg“, so Uwe Klemens und Dr. Volker Hansen, Vorsitzende des Verwaltungsrats.

Die 42-jährige Juristin Stoff-Ahnis ist seit 2006 bei der AOK Nordost tätig. Dort ist sie als Mitglied der Geschäftsleitung für das Ressort Versorgung verantwortlich. Beim GKV-Spitzenverband wird die gebürtige Brandenburgerin als Mitglied des Vorstandes von der ambulanten Versorgung über Krankenhäuser, Arznei- und Heilmittel sowie Hebammenversorgung bis hin zur zahnärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung zentrale Versorgungsbereiche verantworten.

„Wir sind als gesetzliche Krankenversicherung gefordert, zusammen mit unseren Partnern in der gemeinsamen Selbstverwaltung die Versorgung zukunftssicher zu machen – und zwar ausgerichtet an dem tatsächlichen Bedarf der Menschen“, so Stefanie Stoff-Ahnis. „Die sektorenübergreifende Versorgung, mit der ich mich auch bisher schon intensiv befasst habe, ist dafür ein Schlüssel. Ich freue mich sehr darauf, an entscheidender Stelle an der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens mitzuwirken.“ (Quelle: GKV-SV)

Broschüren zum Gutachterwesen aktualisiert

Mit mehreren Leitfäden stellt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) den Gutachterinnen und Gutachtern in der vertragszahnärztlichen Versorgung Arbeitshilfen zur Verfügung. Die Leitfäden geben einen Überblick über die aktuellen Rechtsvorschriften, Verfahrensgrundsätze und die formalen Anforderungen an ein Gutachten. Die Broschüre „Vertragszahnärztliches Gutachterwesen“ informiert unter anderem über Sinn und Zweck des Gutachterverfahrens, die Rechtsgrundlagen, die verschiedenen Gutachtenarten und die gesteigerten Anforderungen an die Gutachter. Alle Broschüren wurden nun aktualisiert. (Quelle: KZBV)

Bundesrat: Freier Verband begrüßt Nachbesserungen bei MVZ

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) befürwortet die Empfehlungen des Bundesratsgesundheitsausschusses (siehe weiter unten), Zulassungskriterien für Medizinische Versorgungszentren (MVZ) zu verschärfen und somit Finanzinvestoren den Zugang in den Markt zu erschweren sowie die Bildung marktbeherrschender Strukturen zu unterbinden. Das Plenum des Bundesrats wird am Freitag (23. November 2018) über die Empfehlungen abstimmen.

ZA Harald Schrader, Bundesvorsitzender des FVDZ (Foto: FVDZ)

Insbesondere für freiberuflich tätige Zahnärzte seien die von Spekulanten betriebenen zahnärztlichen Medizinischen Versorgungszentren (ZMVZ) eine Bedrohung im Berufsalltag geworden, so der FVDZ. „Der FVDZ begrüßt das Bestreben, monopolartige Formen im ambulanten medizinischen und zahnmedizinischen Bereich zu stoppen. Wir warnen schon lange vor dieser Fehlentwicklung und sind nun zumindest teilweise gehört worden“, sagt der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader. Außerdem betont er: „Wir brauchen im ambulanten zahnmedizinischen Bereich keine Z-MVZ, weil sie keinerlei Verbesserung der Versorgung in der Fläche erreichen.“

Man setze sich schon seit langem dafür ein, „die Entwicklung des massenhaften Aufkaufs von Praxen und der Gründung von Z-MVZ aus ausschließlichem Renditeinteresse zu bremsen, weil damit die Zerstörung bewährter Versorgungsformen einhergeht“, heißt es in der Meldung. (Quelle: FVDZ)

Orale Lokation bei 15,7 Prozent – Zahl der Syphilis-Infektionen steigt

Für 2017 meldet das Robert Koch-Institut in seinem aktuellen Bericht erneut steigende Zahlen von Syphilis-Infektionen in Deutschland, die auch oral lokalisiert sein können. Betroffen sind deutlich mehr Männer als Frauen, die meisten Fälle wurden bei Männern, die Sex mit Männern hatten, festgestellt. Betroffen sind vor allem jüngere Frauen zwischen 20 und 29 Jahren und Männer im Alter zwischen 25 und 49 Jahren.

Für 91,6 Prozent aller Fälle, die 2017 im Primärstadium gemeldet wurden, wurde ebenfalls die Diagnose eines Primäraffekts und dessen Lokalisation berichtet. Für 65,8 Prozent dieser Fälle wurde eine genitale, für 18,5 Prozent eine anale, für 15,7 Prozent eine orale Lokalisation gemeldet. (Quelle: Epidemiologischen Bulletin des RKI, Nr. 46 vom 15. November 2018)

Digitale Gesundheitsprodukte fördern

Die Bundesregierung hat in ihrer neuen Umsetzungsstrategie Digitalisierung auch diverse Projekte und Vorhaben im Gesundheitsbereich vorgesehen. So sollen im Rahmen eines Modellvorhabens „Smarte LandRegionen“ Möglichkeiten für digitale Gesundheitsangebote geprüft werden. Unter dem Stichwort „Vorteile mobiler Anwendungen erschließen und Marktzugänge für gute digitale Anwendungen im Gesundheitswesen erleichtern“ ist vorgesehen, nicht nur bis 2019 Standards für Apps im Gesundheitsbereich zu entwickeln, sondern auch den Zugang für gute mobile Gesundheitstechnologien zur Kranken- und Pflegeversicherung zu erleichtern. Bis 2021 sollen zudem „Kriterien für den Nachweis des Nutzens sowie der Erstattungsfähigkeit digitaler Produkte (vor allem technischer Assistenzsysteme) seitens der Kranken- und Pflegekassen zur Unterstützung pflegebedürftiger Personen“ entwickelt werden. (Quelle: Umsetzungsstrategie Digitalisierung der Bundesregierung)

Diskussion pro und contra Quote

Im Nachgang zu den Diskussionen und Entscheidungen der Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) am 9. und 10. November 2018 in Frankfurt (Main) zum Thema beruflicher Nachwuchs, Repräsentanz in den Körperschaften und Verbänden und insbesondere Anteil von Frauen entspannt sich eine rege Diskussion. So reagierte der Verband der ZahnÄrztinnen (VdZÄ) mit deutlicher Kritik. Auf dem Online-Informationsdienst ADP-Medien bezogen Kerstin Finger und Ulrich K. Rubehn in zwei Gastbeiträgen Stellung zu den damit aufgeworfenen Fragen. Immer wieder kontrovers diskutiert wird dabei, ob eine zum Beispiel vom VdZÄ geforderte Frauenquote oder Übergangsquote ein geeignetes Mittel ist, um den Anteil von Frauen in der Standespolitik zu erhöhen. Inzwischen gibt es auf bundespolitischer Ebene erste Forderungen, für die Körperschaften der Selbstverwaltung eine Frauenquote gesetzlich vorzuschreiben.

Bundesrat will MVZ stärker beschränken

Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats, also der Bundesländer, will Änderungen zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) einbringen, mit denen unter anderem strengere Regelungen für Medizinische Versorgungszentren geschaffen werden sollen. Das berichtet die Ärzte-Zeitung. So sollen Krankenhäuser nur noch dann MVZ gründen dürfen, wenn sie einen fachlichen und räumlichen Bezug dazu haben. Diese Forderung wird auch von der zahnärztlichen Standespolitik erhoben, um so Fremdinvestoren den Zugang zum Zahnarztmarkt zu erschweren. Der Bundesrat will in seiner Sitzung am 23. November 2018 über die Empfehlungen des Ausschusses abstimmen. (Quelle: Ärzte-Zeitung)

Kompetenz verbindet

Zum 1. Juli 2018 hat die ic med Holding GmbH mit Sitz in Halle/Saale die Firmen F1 Dental Systeme GmbH und F1 Dentalsysteme Deutschland GmbH übernommen. Damit werden zukünftig Fimet Behandlungseinheiten (F1) in Deutschland exklusiv unter dem Dach der ic med Holding GmbH vertrieben.
Praxis-EDV, digitale Medizintechnik und dentale Behandlungseinheiten wachsen immer mehr zusammen. Dem Anspruch, das Know-how von Medizintechnikern und Systemhaus-Experten zu bündeln, trägt die Firmenübernahme Rechnung, so ic med in einer Pressemeldung. Die ic med GmbH mit Sitz in Halle/Saale hat sich zum Spezialisten für Praxisverwaltungssoftware, digitale Medizintechnik und bildgebende Systeme entwickelt. Der Erwerb der Firmen bedeutet eine sinnvolle Ergänzung des Produktportfolios und für F1 eine Verstärkung des bundesweiten Servicebereiches, so das Unternehmen. (Quelle: ic med Holding GmbH)

KBV gibt Tipps und Infos zu Cyberkriminalität

Arzt- und Zahnarztpraxen werden immer wieder Opfer von Cyberkriminalität. Aktuell werden E-Mails mit gefälschten Bewerbungsanschreiben oder Rechnungen verschickt, die beim Öffnen der Dateianhänge den Rechner mit Computerviren infizieren. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat jetzt Tipps für die Praxis und eine Reihe von hilfreichen Informationen zur Sicherheit des Praxisnetzwerks zusammengestellt. Grundsätzlich gilt: Jede E-Mail auf Plausibilität prüfen (stimmt die hinter dem Namen angezeigte Mailadresse, werden Unterlagen erwartet oder sind die im Betreff angekündigten Unterlagen sinnvoll), eine geeignete Firewall installieren und durch einen Fachmann einrichten und warten lassen, regelmäßige Updates aller verwendeten Programme und Sicherung der Daten und Schulung der Mitarbeiter. (Quelle: KBV)

Spendenscheck: 2.237 Euro an „Zahnärzte ohne Grenzen“

Eine Summe von 2.237 Euro kam bei der Spendenaktion im Zusammenhang mit der Umfrage zum Deutschen Zahnärztetag zusammen (Foto: DGZMK)

Mit ihrer Umfrageaktion „Deutscher Zahnärztetag – Zahnarzt mit Herz“ hatten die Organisatoren des wissenschaftlichen Kongresses zum Deutschen Zahnärztetag 2018 in Frankfurt, die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), die Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH) die Premium Partner und der Quintessenz Verlag, eine Umfrageaktion gestartet, die auch Gutes bewirken sollte. Für jeden ausgefüllten Fragebogen sollte je ein Euro für einen guten Zweck gespendet werden. Die Resonanz übertraf mit 2.237 Teilnehmern alle Erwartungen. Der entsprechende Scheck an die Hilfsorganisation “Zahnärzte ohne Grenzen” wurde jetzt ausgestellt. Hier darf man sich also in Kürze über den Erhalt von 2.237 Euro für künftige Projekte freuen.

Montgomery Präsident der europäischen Ärzte

Die Generalversammlung des Ständigen Ausschusses der Ärzte der europäischen Union (CPME) in Genf wählte am 10. November 2018 den Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, mit überwältigender Mehrheit zu ihrem Präsidenten.

Montgomery, der seit dem Jahr 2011 auch Präsident der Bundesärztekammer ist, wird das Amt am 1. Januar 2019 von dem Schweizer Dr. Jacques de Haller übernehmen. Er vertritt dann die Interessen der europäischen Ärztinnen und Ärzte gegenüber der Europäischen Kommission und dem Europaparlament für die nächsten drei Jahre.
„Zwei große Ereignisse stehen Europa ins Haus: Brexit und Wahlen. Beides stellt eine Herausforderung für die Ärztinnen und Ärzte und das Gesundheitswesen dar“, so Montgomery. Mit Blick auf die Wahlen zum Europaparlament und die Wahl einer neuen Kommission sagte er: „Wir Ärzte hoffen auf ein starkes, am Gemeinwohl orientiertes Parlament und eine Kommission, die Gesundheit voranstellt. ‚Health in all policies‘ ist wichtiger als europäische Bürokratie und übergroße Industriefreundlichkeit.“ Montgomery weiter: „Der Binnenmarkt darf nicht als Argument missbraucht werden, um die Autonomie der EU-Mitglieder bei der Organisation ihrer Gesundheitssysteme einzuschränken“. (Quelle: BÄK)

50 Z-MVZ in Trägerschaft einer Klinik

Interessante Zahlen zur Entwicklung der zahnärztlichen und ärztlichen Versorgungsstrukturen liefern die Antworten der Bundesregierung auf zwei Kleine Anfragen der Bundestagsfraktionen der Linken und Bündnis 90/Die Grünen. Beide Fraktionen hatten nach der Entwicklung bei den MVZ und Z-MVZ beziehungsweise gezielt nach der vertragszahnärztlichen Versorgung gefragt. So gab es Stand 31. Juni 2018 nach Statistik der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung 50 zahnärztliche MVZ, die in Trägerschaft einer Klinik betrieben werden, davon 19 in Bayern und 12 in Nordrhein. Demgegenüber wurden 530 Z-MVZ durch Vertragszahnärzte betrieben.

Folgt man den Antworten, gibt es aufseiten der Bundesregierung derzeit unter anderem keine Bestrebungen, über die im TSVG vorgesehenen Regelungen hinaus bezüglich der Investoren, Fonds und Private Equity-Engagements im ärztlichen und zahnärztlichen Bereich tätig zu werden.

Quellen: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Maria Klein-Schmeink, Kordula Schulz-Asche, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Achim Kessler, Susanne Ferschl, Klaus Ernst, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE

So häufig tritt Tuberkulose in Ihrem Landkreis auf

Auch wenn Tuberkulose in Deutschland selten ist, darf sie nicht unterschätzt werden, warnt das Robert-Koch-Institut (RKI) Berlin in seinem jüngsten Bericht. Sorgen bereiten die vielen offenen Lungentuberkulosen, resistente TB-Erreger und die hohen Erkrankungszahlen bei Migranten. Wie hoch die TB-Inzidenz in den einzelnen Städten und Landkreisen ist, zeigt eine interaktive Deutschlandkarte, die online nach Registrierung auf der Website der Ärzte Zeitung einzusehen ist.

Patientenbeauftragter wechselt in die Wirtschaft

Ralf Brauksiepe war bis Anfang November 2018 Patientenbeauftragter der Bundesregierung (Foto: BMG/Schinkel)

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Ralf Brauksiepe (CDU), gibt nach gut einem Jahr sein Amt wieder auf. Wie das Deutsche Ärzteblatt am 1. November 2018 berichtete, wechselt Brauksiepe nahtlos schon zum 5. November 2018 in die freie Wirtschaft. Der CDU-Politiker aus Hattingen in Nordrhein-Westfalen übernimmt bei Vivawest in Gelsenkirchen eine neue Aufgabe in der Geschäftsführung. Vor seiner Tätigkeit als Patientenbeauftragter war er in der vorhergehenden Großen Koalition parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt)

Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der NS-Zeit

Die Ausschreibung für den Herbert-Lewin-Preis 2019 hat begonnen. Mit dem Forschungspreis werden wissenschaftliche Arbeiten über die Aufarbeitung der Geschichte von Ärztinnen und Ärzten in der Zeit des Nationalsozialismus prämiert. Die nunmehr siebte Vergabe des Preises wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) getragen. Der Herbert Lewin-Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Auch mehrere Arbeiten können prämiert werden.

Teilnahmebedingungen: An der Ausschreibung teilnehmen können Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten als Einzelpersonen. Aber auch Kooperationen oder Gemeinschaften von Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten, Studierende der Zahn- oder Humanmedizin sowie Wissenschaftler an zahn- und humanmedizinischen Fakultäten oder medizinhistorischen Instituten können sich bewerben. Jede teilnehmende Einzelperson und jede Arbeitsgruppe kann jeweils eine Arbeit einreichen. Berücksichtigt werden ausschließlich Arbeiten, die seit dem 1. Januar 2014 erstellt oder veröffentlicht wurden. Arbeiten, die bereits bei vorherigen Ausschreibungen eingereicht wurden, können nicht erneut berücksichtigt werden.

Die Arbeiten können digital oder in Papierform (dann siebenfache Ausfertigung) bei der KZBV, Abteilung Politik und Grundsatzfragen, Behrenstraße 42, 10117 Berlin, E-Mail: herbert-lewin-preis@kzbv.de, eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 14. Juni 2019. Weitere Informationen zu dem ausgelobten Forschungspreis sowie zu früheren Preisträgern und deren Arbeiten sind unter www.kzbv.de/herbert-lewin-preis verfügbar.

Neues Förderprogramm für Studis: Stichtag 15. November

Viele angehende Zahnmediziner, Mediziner und Pharmazeuten engagieren sich bereits während des Studiums ehrenamtlich oder würden das gern – ein Problem sind oft die Kosten. Die ApoBank-Stiftung will sie jetzt mit dem neuen Förderprogramm „gemeinsam wachsen“ dabei unterstützen, bereits während des Studiums im In- oder Ausland gemeinnützig tätig zu sein.

„Das ehrenamtliche Engagement der jungen Heilberufler zu fördern, ist uns ein besonderes Anliegen“, sagt Cassie Kübitz-Whiteley, Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation bei der ApoBank und Mitglied des Stiftungsvorstands. „Denn sie werden die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens mitgestalten und können dafür bereits jetzt durch die Mitwirkung an gemeinnützigen sozialmedizinischen Projekten wertvolle und bereichernde Erfahrungen sammeln.“

Nächster Stichtag 15. November

Dreimal jährlich sichtet der Projektbeirat der ApoBank-Stiftung die Bewerbungen der Heilberufsstudierenden und empfiehlt dem Stiftungsvorstand Projekte zur Förderung. Die aktuelle Bewerbungsphase endet am 15. November 2018. Ein formloser Antrag mit einer Projektbeschreibung genügt. Mehr Informationen über die Antragstellung und das Förderprogramm „gemeinsam wachsen“ unter www.apobank.de/stiftung. (Quelle: ApoBank)

Röntgenpass soll demnächst entfallen

Der Ausschuss „Praxisführung und Hygiene“ der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) beschäftigte sich auf seiner letzten Sitzung mit der Modernisierung des Strahlenschutzrechts. Von Seiten der Länderbehörden werde zurzeit noch in einigen Punkten weiterer Änderungsbedarf gesehen. Unbeeinflusst vom Ausgang der Beratungen wird aber die für die Zahnärzteschaft sichtbare Änderung der Wegfall des Röntgenpasses sein – dies sei eine echte Bürokratieentlastung, heißt es.

Außerdem beriet der Ausschuss über mangelhafte Gebrauchsanweisungen zahnmedizinischer Geräte, die keine Informationen über durchzuführende sicherheitstechnische Prüfungen liefern. Zahnarztpraxen werden gebeten, diesen gravierenden Mangel als sogenannte Vorkommnismeldung an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM, weiterzugeben: www.bfarm.de/DE/Ser-vice/Formulare/functions/Medizinprodukte/_node.html. (Quelle: BZÄK)

Pflege: Erst etwas mehr als ein Viertel der Heime mit Kooperationsvertrag

Rund 27 Prozent betrug Ende 2017 der sogenannte bundeweite Abdeckungsgrad von Pflegeheimen mit zahnärztlichen Kooperationsverträgen. Durch eine Rahmenvereinbarung zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband werden pflegebedürftige Patienten in Heimen seit April 2014 im Rahmen solcher Verträge vor Ort systematisch durch Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte betreut (Quelle: KZBV, KZBV-Statistik)

Zahnmedizin ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

878.000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der zahnmedizinischen Versorgung ab. Auf jeden Arbeitsplatz bei Zahnärzten oder deren Zulieferern kommt durchschnittlich fast ein weiterer Arbeitsplatz in anderen Bereichen. 391.000 Personen arbeiten in Praxen, Krankenhäusern oder dem Öffentlichen Gesundheitsdienst an der zahnmedizinischen Versorgung der Patienten. Die direkte Bruttowertschöpfung des ganzen zahnärztlichen Systems (ambulante und stationäre Versorgung, Industrie, Handwerk und Versicherung) liegt bei rund 21,4 Milliarden Euro.

Diese Zahlen ermittelte die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) auf Grundlage ihres neuen Rechenmodells, des Zahnärztlichen Satellitenkontos (ZSK), das auf der anerkannten Methodik der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen basiert. Der ökonomische Fußabdruck der Zahnärzte beträgt 2,2. Das bedeutet, jeder in der Zahnmedizin erwirtschaftete Euro generiert weitere 1,20 Euro in anderen Bereichen (zum Beispiel durch Dienstleister) – somit werden insgesamt 2,20 Euro erwirtschaftet. Ohne zahnärztliche Versorgung würde das deutsche Bruttoinlandsprodukt durch Effekte in anderen Branchen um mehr als 46 Milliarden Euro niedriger ausfallen.

Die Ergebnisse des ZSK und weitere Zahlen zu zahnärztlichem Berufsstand und Mundgesundheit der Bevölkerung sind der aktuellen Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs zu entnehmen, das für 10 Euro (zuzüglich Versand) über die BZÄK vorbestellt werden kann. (Quelle: BZÄK)

Positive Zahlen bei der Ausbildung zur ZFA

Das Ausbildungsjahr 2018/2019 hat am 1. August begonnen, zum 30. September zeigt sich laut Bundeszahnärztekammer ein positiver Trend bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zur Zahnmedizinischen Fachangestellte (ZFA) bei Zahnärzten: Zwischen 01. Oktober 2017 und 30. September 2018 wurden etwas über 14.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen (alte Bundesländer: 12.554; neue Bundesländer: 1.534). Im Vorjahreszeitraum waren es rund 13.200 Verträge. Damit verstetigt sich der Wachstumstrend mit einem Plus von rund 6,5 Prozent (alte Bundesländer: +7,17 Prozent; neue Bundesländer: +1,59 Prozent). (Quelle: BZÄK)
Mehr Details zur Ausbildungssituation in der Zahnmedizin und Zahntechnik lesen Sie im Beitrag über den Berufsbildungsreport des Statistischen Bundesamts.