Zahnpasta oder Fluoridtabletten – Pädiater und Zahnärzte weiter uneins

Die Frage, wie die frühkindliche Karies am besten bekämpft werden kann, bleibt zwischen Kinderärzten und Zahnärzten weiter strittig. Währen die Zahnärzte auf das Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta und Aufklärung der Eltern setzten und gerade die Empfehlungen für Fluoridgehalt der Kinderzahnpasten (höher) und zu verwendender Menge geändert haben, stehen die Pädiater weiter zur Tablettengabe mit einem kombinierten Präparat mit Fluorid und Vitamin D.

Ihr Argument: Die Zahnärzte könnten den Erfolg ihrer Empfehlungen nicht belegen, und gerade in bildungsfernen Familien ohne oder mit nur seltenem Kontakt zum Zahnarzt würden die zahnärtzlichen Maßnahmen nicht greifen. Die Compliance für die einfache Tablettengabe sei dagegen vergleichweise hoch, heißt es im Bericht der Ärzte Zeitung über den Herbstkongress der Pädiater in Bad Orb, wo der Streit richtig hochgekocht sei. (Quelle: Ärzte Zeitung online)

Risiken der Polymedikation unterschätzt

Etwa 250.000 Krankenhauseinweisungen und 700.000 unerwünschte Nebenwirkungen – das sind Zahlen der Bundesregierung und des Bundesgesundheitsministerium zu Folgen der Polymedikation bei älteren Menschen, die beim Deutschen Kongress für Patientensicherheit in der medikamentösen Therapie genannt wurden. Die Dunkelziffer sei höher, so Experten. Sie fordern mehr Aufmerksamkeit für die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und ihre Verankerung im SGB V, denn Ärzte und Krankenhäuser gingen mit dem Thema zu sorglos um. Auch E-Health sei hier keine Lösung, da das Problem an sich nicht ausreichend erkannt und gewürdig werde. Der elektronische Medikationsplan mache es für die Ärzte allerdings leichter, mit dem Problem besser umzugehen, hieß es. (Quelle: Bericht der Ärzte Zeitung online)

KZVWL und ZÄKWL begrüßen Plusminus-Beitrag zu Z-MVZ

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung und Zahnärztekammer Westfalen-Lippe begrüßen die objektive Berichterstattung des ARD Wirtschaftsmagazins Plusminus über das Thema „Zahnarztpraxen als Renditeobjekte“ vom 24. Oktober 2018. „Ausländische Kapitalgesellschaften, die an den Finanzmärkten die Beteiligung an Zahnarztpraxen entdeckt haben, stehen jetzt auch in Deutschland in den Startlöchern. Während die Gesundheitspolitik trotz einer von uns seit Monaten vorgetragenen erdrückenden Faktenlage immer noch überlegt, sind die negativen Folgen für die Patienten und für die jungen Zahnärzte, die ein Leben lang in diesen Zentren unter strengen Vorgaben zur Gewinnmaximierung arbeiten sollen, sehr gut in diesem Beitrag recherchiert und dargestellt“, so die beiden westfälischen Körperschaften

Der Patient, der seinen Zahnarzt in der Regel seit vielen Jahren kenne und ihm vertraue, solle demnächst in ein klinikähnliches Versorgungszentrum gehen, das mit ständig wechselnden angestellten Zahnärzten im Auftrag einer ausländischen Kapitalgesellschaft Gewinne erwirtschaftet, ohne dass dieses nach außen ersichtlich ist. „Unsere gewohnte und geschätzte wohnortnahe qualitativ hochwertige Versorgung beim selbstgewählten Zahnarzt unseres Vertrauens droht auf der Strecke zu bleiben. Die Gesundheitspolitik ist hier in der Pflicht zum Schutz der Interessen der Patienten, die Beteiligungsmöglichkeiten ausländischer Kapitalgeber im Bereich der ambulanten zahnmedizinischen Versorgung endlich zu verhindern, bevor Fakten geschaffen sind“, so KZV und ZÄK WL. (Quelle: Pressemeldung von KZVWL und ZÄKWL)

Schinnenburg: Bedarfsplanung abschaffen

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. med. dent. Wieland Schinnenburg fordert, die Bedarfsplanung für Ärzte abzuschaffen. Anlässlich der Vorlage des „Gutachtens zur Weiterentwicklung der Bedarfsplanung zur Sicherung der vertragsärztlichen Versorgung“, das vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt worden war, erklärte er: „Das Gutachten zeigt eindrucksvoll, dass die bisherige Bedarfsplanung unzureichend ist. Es gibt zahlreiche unbesetzte Hausarztsitze und auf der anderen Seite einen dringenden Bedarf an mehr Sitzen in anderen Bereichen – Fachärzte, Psychotherapeuten. Der Staat wird es nie schaffen, den wirklichen Bedarf vor Ort durch ein planwirtschaftliches System abzubilden. Das Ergebnis ist nur noch mehr Bürokratie und schlechte Versorgung. Deshalb setzt sich die FDP dafür ein, die Bedarfsplanung abzuschaffen. Junge Ärzte und Psychotherapeuten müssen ihre Chance bekommen, die Versorgung der Patienten zu verbessern. Dies ist dringend notwendig, da derzeit zum Beispiel ca. 33.000 Hausärzte 60 Jahre und älter sind.“ (Quelle: Schinnenburg)

Approbationsordnung weiter ohne Mehrheit im Bundesrat

Der Bundesrat hat am Freitag, 19. Oktober 2018, frühmorgens in einer Probeabstimmung festgestellt, dass unter den aktuellen Umständen immer noch keine Mehrheit der Bundesländer für die Zahnärztliche Approbationsordnung (ZApprO) gegeben ist. Das teilt die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) auf Anfrage von QN mit.

Das Land Hessen habe daher einen Antrag eingebracht, die ZApprO wieder von der Tagesordnung zu nehmen. Dafür gab es eine Mehrheit. Im Laufe des Tages wurde der TOP 60 592/17 „Verordnung zur Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung“ im Bundesrat also nicht abgestimmt, sondern wieder von der Tagesordnung genommen.

„Wir bleiben weiter mit unserem Anliegen ‚on hold‘. Über den zukünftigen Umgang mit dem Thema wird zu beraten sein“, so die BZÄK. (Quelle: BZÄK/Bundesrat)

Auszeichnung für Luthers Waschsalon

Ein zahnärztliches Projekt hat in diesem Jahr den Charity Award von Springer Medizin gewonnen. Dr. Hans Ritzenhoff nahm aus der Hand von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den ersten Preis für Luthers Wachsalon in Hagen entgegen. Das schon mehrfach ausgezeichnete Projekt, dass der inzwischen 80-jährige Ritzenhoff seit 2007 bis heute betreut, bietet eine zahnmedizinische Ambulanz für Bedürftige und Menschen ohne Krankenversicherung. Es wird in einer Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke auch von Zahnmedizinstudierenden betreut, die dem Projekt oft über Jahre als Unterstützer die Treue halten, wie Ritzenhoff berichtete. Für die Studierenden ist das Praktikum dort verpflichtend. Neben Ritzenhoff und den den Studierenden engagieren sich auch weitere Zahnärzte für das Projekt. (Quelle: Ärzte Zeitung)

Evaluation der KfO bis Ende Oktober

Das Bundesgesundheitsministerium hat – wie vom Bundesrechnungshof gefordert – eine Evaluierung der kieferorthopädischen Behandlung in der Gesetzlichen Krankenversicherung in Auftrag gegeben. Der Bericht des beauftragten IGES-Instituts soll bereits Ende Oktober vorliegen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken (Bundestagsdrucksache 19/4794). Der Bundesrechnungshof hatte dem BMG schwere Versäumnisse bei der Aufsicht in diesem Bereich vorgeworfen, auch vonseiten einiger Krankenkassen kam Kritik am tatsächlichen Leistungsgeschehen in der KfO.

Einige Kritikpunkte werden aber mit dem in der parlamentarischen Abstimmung befindlichen Terminservicegesetz geklärt werden: Hier sind Regelungen für privat zu vereinbarende Leistungen in der Kieferorthopädie bei gesetzlich versicherten Patienten vorgesehen. Die von der GKV übernommenen Kosten für kieferorthopädische Behandlungen betrugen den Angaben in der Antwort der Bundesregierung zufolge 2016 insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben sind in den vergangenen 20 Jahren um 7,9 Prozent gestiegen, im Jahresschnitt um rund 0,4 Prozent.

Die Zahl der an der vertragszahnärztlich-kieferorthopädischen Versorgung teilnehmenden Zahnärztinnen und Zahnärzte betrug im Jahr 2016 (Stand: 31. Dezember 2016) 3.088. Die Vergleichszahl für das Jahr 1996 (Stand: 31. Dezember 1996) belief sich auf 2.436. Diese bieten alle vertragszahnärztlichen Leistungen an. Über die Zahl der rein privatzahnärztlich tätigen Fachzahnärztinnen und -zahnärzte für Kieferorthopädie liegen der Bundesregierung keine Informationen vor, heißt es.

Karl Girrbach ist gestorben – Pionier und Mentor

Karl Girrbach (Foto: Amann Girrbach)

Wer über zukunftsweisende Produkte für die Zahnmedizin und Zahntechnik, über CAD/CAM-Fertigung im Labor und die Geschichte der Digitalisierung in der Zahnmedizin und Zahntechnik spricht, kommt an einem Unternehmer aus Pforzheim nicht vorbei: Karl Girrbach gehört in vielen Bereichen zu den Pionieren – auch bei digitalen Technologien im Labor. Wie erst kürzlich bekannt wurde, ist der Unternehmer Anfang August im Alter von 78 Jahren gestorben.

Karl Girrbach, 1939 in Eutingen bei Pforzheim als achtes von zwölf Geschwistern geboren, begann mit 14 Jahren eine kaufmännische Lehre bei seinem Vater Herbert in der Dentalwarengroßhandlung Südwest (gegründet 1936). Nach dem Tod seines Vaters 1975 übernahm Karl Girrbach das Unternehmen, das sich unter dem neuen Namen Girrbach Dental GmbH zu einem internationalen Dentalanbieter mit Systemgedanken wandelte. Dafür suchte er sich immer wieder kreative Partner, so für die Modellherstellung mit dem Zeiser-System (jetzt Giroform) oder im Ästhetik-Bereich die Verblendkeramik von Willi Geller, der Creation.

Landmarken für CAD/CAM gesetzt

Bereits Anfang der 1990er-Jahre startete er die Entwicklung von CAD/CAM-Anwendungen mit DCS und Digident und legte damit den Grundstein für die heutige Ceramill-Linie. Mit dem für das Labor entwickelten Modellscanner digiScan und der für die damalige Zeit sehr kompakten CAM-Maschine, mit der sich auch Metalle fräsen ließen, wurden wichtige Landmarken in der Entwicklung von Scan- und CAD/CAM-Systemen für dentale Anwendungen gesetzt. Ihm ging es dabei nicht nur darum zu zeigen, dass es möglich ist – es sollte und musste auch für das Labor reproduzierbar und wirtschaftlich möglich sein.

Zusammen mit der Firma Amann Dental und Dietmar Amann in Österreich entwickelte er das moderne Artikulationssystem Artex, aus dem die „Funktions-Linie“ bei den Produkten entstand. Bekannt und geschätzt war Girrbach Dental nicht nur für die Produkte, sondern auch für das innovative Kurswesen und einen umfangreichen Service für die Kunden. Beides war für Girrbach immer fester Bestandteil des Konzepts für jedes Produkt. 2004 fusionierte sein Unternehmen Girrbach Dental mit Amann Dental zur neuen Firma Amann Girrbach. Seine Tochter Jutta Girrbach übernahm die Geschäftsführung und ein Jahr später zog sich Karl Girrbach aus dem Unternehmen zurück.

Vielseitig interessiert, sozial engagiert

Girrbach war ein vielseitig interessierter Mensch, der musischen Neigungen ebenso nachging wie seiner Freude am Sport. Prägend war auch sein soziales Engagement, nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Stadt Pforzheim und ihre Einwohner. Seine hohe Fachkompetenz, sein Mut zu neuen, visionären Unternehmungen, sein soziales Engagement und seine Wertschätzung für die Menschen, mit denen er zu tun hatte, verschafften Karl Girrbach ein hohes Ansehen und Respekt auch in der Dentalwelt. Mit ihm verliert die Fachwelt einen geschätzten Visionär, Mentor und Förderer, der mit seinen Ideen und seinem Unternehmertum Zeichen gesetzt hat. (Quelle: Quintessence News)

Versichertenentlastungsgesetz im Parlament

Der Entwurf für das Versichertenentlastungsgesetz, das unter anderem die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung ab Januar 2019 regelt, war am 8. Oktober 2018 Thema einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags. Während die Parität unstrittig war und für Versicherte im Schnitt zwölf Euro im Monat bringen könnte, ist das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgesehene Abschmelzen der Monatsreserven der Krankenkassen heftig kritisiert worden. Der GKV-Spitzenverband wandte sich in seiner Stellungnahme deutlich dagegen, die Kassenreserven auf nur eine Monatsausgabe zu reduzieren. „Finanzreserven können nur dann in schlechten Zeiten die Beitragssätze stabilisieren, wenn sie in guten Zeiten nicht vorschnell abgebaut wurden“, so Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands. „Aber genau dazu sollen die Krankenkassen mit dem neuen Gesetz gezwungen werden. Die neue Obergrenze für Rücklagen von einer Monatsausgabe halten wir für zu gering. Und der Zwangsabbau der Rücklagen ist ein Eingriff in die Finanzautonomie der einzelnen Krankenkasse.“

Keine Gelder mehr für „nicht auffindbare“ Versicherte

Ungeklärt ist noch, wie mit „Karteileichen“ in der GKV umgegangen werden soll – fast alle Kassen haben Versicherte, die „nicht auffindbar“ sind, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Das Gesetz sieht vor, dass die Kassen ihre Mitgliederkarteien um diese Versicherten bereinigen – und damit für diese auch keine Gelder mehr aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Vielmehr sollen dafür gezahlte Gelder rückwirkend zurückgefordert werden können. Unklar ist, wie viele solcher Versicherter es gibt und was das für Menschen sind – spekuliert wird über Saisonarbeiter oder Obdachlose. Für die Saisonarbeitern sei das zumindest bei der AOK unwahrscheinlich, das System bereinige diese Daten, hieß es. (Quelle: GKV-Spitzenverband/Ärzte Zeitung)

HIV-Test für zuhause erhältlich

Seit kurzem sind verschiedene HIV-Tests für einen Selbsttest zuhause in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich. Der Bundesrat hatte Ende September 2018 den Weg für diese Selbsttests frei gemacht. Das Bundesgesundheitsministerium und das Paul-Ehrlich-Institut haben dafür Informationen zusammengestellt. Auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts können alle wichtigen Informationen rund um den Test, zu HIV-Infektionen und zum weiteren Vorgehen nachgelesen werden. Auch sind die geeigneten, mit CE-Kennzeichen versehenen Tests aufgelistet.

Die Selbsttests sind Antikörpertests und können frühestens zwölf Wochen nach einer vermuteten Infektion mit HIV ein Ergebnis zeigen, da vorher die Konzentration der Antikörper im Blut zu gering ist. Tests, die bereits früher (nach frühestens sechs Wochen) eine Infektion anzeigen können, sind weiterhin nur über Ärzte und Kliniken zugänglich. (Quelle: Paul-Ehrlich-Institut)

Daud Schokur ist neuer Head of Sales bei BFS

Daoud Schokur ist ead of Sales & Account Management (Foto: BFS)

BFS health finance bleibt weiter auf Wachstumskurs: Seit dem 1. Oktober 2018 unterstützt Daud Schokur das Dortmunder Factoring-Unternehmen als Head of Sales & Account Management. Schokur ist seit 2009 in der Dentalbranche zuhause, zuletzt war er als Regional Sales Manager bei der Health AG (Hamburg) tätig. Gemeinsam mit ihm wechseln seine Kolleginnen Daniela Obermair und Orla Cullinan von der Health AG zu BFS, heißt es in der Unternehmensmeldung.

Schokur erklärte zu seiner Motivation, für BFS aktiv zu werden: „Bei BFS ist mir besonders die intensive Kundenorientierung positiv aufgefallen. BFS hat sich immer weiter zu einem erstklassigen Factoring-Unternehmen entwickelt. Etwas, das neben der Kerndienstleistung besonders hervorsticht, ist das umfangreiche Fortbildungsportfolio, das sich an Praxisinhaber und an ihre Teams richtet. BFS überzeugt auch hier als starker Partner für Kunden und Interessenten. Durch die Zusammenarbeit mit exzellenten Referenten bekommen die Teilnehmer fundiertes Wissen vermittelt.“ (Quelle: BFS health finance)

Arzneimittelnebenwirkungen einfacher online melden

Seit dem 26. September 2018 ist eine modernisierte und barrierefreie Version der Internetseite für die Meldung von Verdachtsfällen unerwünschter Arzneimittelwirkungen online. Unter nebenwirkungen.pei.de können Bürgerinnen und Bürger, aber auch Ärzte, den zuständigen Arzneimittelbehörden, dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, jetzt noch einfacher Nebenwirkungen melden. Das Online-Meldesystem ist ein wichtiges Instrument der gesetzlichen Arzneimittel­überwachung und Teil des Früherkennungssystems im Bereich der Arzneimittelsicherheit. Ärzte können dieses Meldeportal ebenfalls zur Information der Bundesoberbehörden (BOB) nutzen.

Neu ist das klar strukturierte, barrierefreie Formular, das Meldende in allgemeinverständlicher Form durch den Vorgang leitet. In einer Meldung können sowohl mehrere Nebenwirkungen zu einem Arzneimittel als auch mehrere Arzneimittel, die eine einzelne Nebenwirkung hervorrufen, erfasst werden. Ob per Desktop, Tablet oder Smartphone – das Formular bleibt übersichtlich und gut bedienbar und hält bei den verschiedenen Eingabeschritten Zusatzinformationen bereit. Der Meldende muss nicht wissen, ob das betreffende Arzneimittel im Zuständigkeitsbereich des BfArM oder des PEI liegt. Der Zeitaufwand für die Meldung ist gering. Auf Wunsch des Meldenden bleibt jede Meldung anonym, auch wenn sie eine Bearbeitungsnummer erhält. (Quelle: Paul Ehrlich Institut)

Intraoralröntgen-Check in der Praxis

Unter dem Motto „Das Rezept für mehr Schärfe“ startete Dentsply Sirona am 1. Oktober 2018 seinen Intraoralröntgen-Check in deutschen und österreichischen Zahnarztpraxen. Bis zum 28. Februar 2019 können Praxen in Deutschland und Österreich per Telefon, Fax oder Online-Anmeldung einen Termin für einen etwa 30-minütigen Check-up ihrer Intraoralröntgen-Ausstattung mit den Experten von Dentsply Sirona Imaging vereinbaren. Zudem erhalten sie umfangreiche Informationen zu den Intraoralröntgen Produkten und der richtigen Anwendung, so die Ankündigung des Unternehmens.

Modernes Equipment für intraorales Röntgen für mehr Schärfe (Foto: Dentsply Sirona)

Die Intraoralröntgen-Expertinnen besprechen zunächst vor Ort gemeinsam mit dem Praxisteam die bislang verwendeten intraoralen Röntgenprodukte sowie die eingesetzte Aufnahmetechnik. Auf dieser Basis erhält die Praxis Informationen, wie die Qualität ihrer intraoralen Röntgenbilder verbessert werden könnte. Dazu stellen die Expertinnen passende Produkte aus dem Intraoral-Portfolio von Dentsply Sirona vor und umfassendes Informationsmaterial zur Verfügung. Abschließend können die Praxen an einer kurzen Befragung teilnehmen. Als Dankeschön erhalten sie dafür ein Röntgenhalter-Starterkit, je nach Bedarf in der Praxis für Film, Sensor oder Speicherfolien, heißt es. Weitere Informationen zum Intraoralröntgen-Check und das Online-Anmeldeformular gibt es auf der Internetseite des Unternehmens. (Quelle: Dentsply Sirona)

Infos in leichter Sprache

Die Patienteninformation zu den zusätzlichen zahnärztlichen Leistungen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen steht jetzt auch als Leichte-Sprache-Version beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zum Download zur Verfügung. (Quelle: G-BA)

2,5 Prozent mehr Gehalt für Zahnmedizinische Fachangestellte

Um 2,5 Prozent steigen die Tarifgehälter für Zahnmedizinische Fachangestellte zum 1. Oktober 2018. Darauf hatten sich die Tarifpartner – der Verband medizinischer Fachberufe e.V. und die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Zahnmedizinischen Fachangestellten (AAZ) – bereits Ende Juni 2017 in Münster geeinigt.

Mit der zweiten Stufe beginnen die Tarifgehälter für vollzeitbeschäftigte Berufseinsteiger/innen in Tätigkeitsgruppe I bei 1.891 Euro. Bei entsprechender Fortbildung ist es möglich, bereits in den ersten drei Berufsjahren bis in Tätigkeitsgruppe V aufzusteigen und ein Bruttogehalt von 2.458,50 Euro zu erhalten.

Dazu Sylvia Gabel, Referatsleiterin ZFA im Verband medizinischer Fachberufe e.V.: „Bei dem herrschenden Fachkräftemangel wäre es jetzt an der Zeit, dass die Zahnärzte ihre Verantwortung als Arbeitgeber und Ausbilder erkennen und darauf dringen, endlich auch in den tariflosen Bereichen Tarifverträge für ZFA abzuschließen, um bundesweit eine gerechte Bezahlung für die Mitarbeiter in Zahnarztpraxen ermöglichen.“ (Quelle: VmF)

Eine Million Invisalign-Patienten im EMEA-Raum

Align Technology hat Ende Juni 2018 sein 1.000.000 Invisalign-Schienensystem im EMEA-Raum ausgeliefert. Die Patientin ist die 24-jährige Julia Leibold aus Freiburg, die von Invisalign-Anwender Dr. Ahmad Hagar in Freiburg behandelt wird. Simon Beard, Senior Vice President und Managing Director von Align Technology, EMEA, ist stolz auf diesen Meilenstein: „In Verbindung mit diesem Erfolg freue ich mich, bekanntzugeben, dass wir eine Pro-Bono-Kampagne mit Invisalign-Ärzten starten, die Patienten mit Behinderungen behandeln und ihnen dabei helfen wollen, ihr Lächeln zu verbessern.” (Quelle: Align Technology)