Gematik soll neuen Geschäftsführer bekommen

Die für die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen zuständige Betreibergesellschaft Gematik soll einen neuen Geschäftsführer bekommen. Nach dem das Budesministerium für Gesundheit neuer Mehrheitsgesellschafter geworden ist, wird für die Sitzung am 21. Juni 2019  erwartet, dass der neue Geschäftsführer direkt abgesegnet wird, so die Ärzte Zeitung. Danach soll der Arzt und Pharmamanager Dr. Markus Guilherme Leyck Dieken zum 1. Juli 2019 die Aufgabe übernehmen. Das habe das Ministerium auf Anfrage bestätigt. Leyck Dieken blickt auf eine längere Karriere bei verschiedenen Pharmaunternehmen und Verbänden zurück. (Quelle: Ärzte Zeitung)

Gutachterkonferenz des BDIZ EDI: Umgang mit Komplikationen

Der Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa (BDIZ EDI) lädt einmal im Jahr seine Gutachter, die der Gesellschaften der Konsensuskonferenz Implantologie und Gutachter-Referenten von Zahnärztekammern zur Gutachterkonferenz Implantologie ein. So gelingt ein bundesweiter Austausch der Sachverständigen zu aktuellen Themen. Die 29. Gutachterkonferenz des BDIZ EDI im Auftrag der Konsensuskonferenz Implantologie findet am Samstag, den 29. Juni 2019 gemeinsam mit der Landeszahnärztekammer Thüringen in Erfurt statt. Thema: Die Begutachtung des Umgangs mit Komplikationen in der implantologischen Behandlung. Es geht darüber hinaus natürlich auch um weitere aktuelle Fragestellungen zu zahnärztlichen Themen.

Der BDIZ EDI bietet im Dorint-Hotel in Erfurt ein breites Spektrum an Wissen und Hintergrundinformationen. Eingangs stellt der Gutachterreferent aus Bayern, Prof. Dr. Dr. Karl Andreas Schlegel, vor, wie sich Interessenten für die Gutachtertätigkeit qualifizieren können – Stichwort: Gutachter-Curriculum und Mentoring-Programm. Anschließend referiert BDIZ EDI-Vizepräsident Univ.-Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller über den Umgang mit Nervschädigungen. Dazu passend der folgende Vortrag von BDIZ EDI-Justiziar Prof. Dr. Thomas Ratajczak. Er definiert den Behandlungsmisserfolg und zeigt das gesamte juristische Spektrum auf: vom Aufklärungsproblem bis zum Schadensersatz.

Die berufsrechtliche Betrachtung erfolgt durch Dr. Ronny Richter, Rechtsabteilung der Zahnärztekammer Niedersachsen. Zum Abschluss stellt der Schatzmeister des BDIZ EDI, Dr. Wolfgang Neumann, die aktualisierte Qualitätsleitlinie Implantologie des BDIZ EDI vor.

„Alle Teilnehmer erhalten unsere aktualisierte Qualitätsleitlinie Implantologie sowie den neuen Praxisleitfaden des BDIZ EDI zum Umgang mit Komplikationen“, sagt BDIZ EDI-Präsident Christian Berger. Er wird die Gutachterkonferenz Implantologie gemeinsam mit dem thüringischen Kammerpräsidenten Dr. Christian Junge eröffnen. Programm und Anmeldeformular auf der Internetseite des BDIZ EDI. (Quelle: BDIZ EDI)

Straumann: potenzielle Kooperation mit Align Technology nicht weiter verfolgt

Das Unternehmen Straumann (Basel) hat entschieden, eine mögliche Kooperation mit Align Technology im Bereich der Intraoralscanner nicht weiter in Betracht zu ziehen. Das teilte das Unternehmen am 14. Juni 2019 mit. Das Ausloten einer solchen Zusammenarbeit war Gegenstand einer unverbindlichen Absichtserklärung im Zusammenhang mit einem Vergleich zur Beilegung von Patentstreitigkeiten.

Der Vergleich vom März dieses Jahres beendete den langjährigen Patentstreit zwischen Align Technology und ClearCorrect. Bestandteil der Vereinbarung war eine unverbindliche Absichtserklärung zur Entwicklung und zum Vertrieb eines vollständig in den Straumann CARES-Workflow eingebundenen iTero Intraoral-Scanners von Align. Straumann verpflichtete sich, bei Ablehnung der möglichen Zusammenarbeit weitere 16 Millionen US-Dollar an Align zu zahlen. Unter Berücksichtigung dieser nun fälligen Zahlung und der Verpflichtungen aus dem Übernahmevertrag mit ClearCorrect erwartet die Gruppe – wie im April bereits kommuniziert – im Halbjahresergebnis 2019 einen einmaligen Sonderaufwand von 24 Millionen Schweizer Franken.

Man setze weiterhin auf das derzeitige Angebot von Intraoralscannern, darunter der kürzlich angekündigte Straumann Virtuo Vivo™ Intraoralscanner, – und auf Partnerschaften, um digitale Lösungen zu erweitern und das Potenzial des schnell wachsenden ClearCorrect-Geschäfts (Aligner für die Kieferorthopädie) voll auszuschöpfen, heißt es. (Quelle: Straumann)

Hannes Heidorn verstärkt das Team der Wasserexperten

Hannes Heidorn verstärkt als Head of Legal das Expertenteam von Blue Safety. Bild: Blue Safety

Seit dem 1. Mai 2019 unterstützt Hannes Heidorn das Münsteraner Wasserhygiene- und Medizintechnologie-Unternehmen Blue Safety in allen (konzern-)rechtlichen Fragen in der Position Head of Legal.
Gemeinsam mit dem Qualitätsmanagement und der Produktentwicklung liegt Heidorns Fokus auf dem Medizinprodukterecht. „Ich bin begeistert über die Möglichkeit, das Unternehmen weiter mit aufzubauen. Innerhalb des Unternehmens erwartet mich ein spannendes, abwechslungsreiches Arbeitsfeld“, so das frischgebackene Teammitglied über seinen Wechsel. Der gelernte Steuerfachangestellte Heidorn studierte nach seiner Hamburger Ausbildung an der Universität Bayreuth Jura und im Nebenfach BWL. Hier war er am Lehrstuhl von Prof. Dr. Christian Jäger für Wirtschaftsstrafrecht und Medizinrecht tätig. (Quelle: Blue Safety)

PKV-Verband: Dr. Ralf Kantak folgt auf Uwe Laue

Der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. hat mit Wirkung zum 1. Juli 2019 Dr. Ralf Kantak zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Er übernimmt das Amt von Uwe Laue, der sechs Jahre an der Spitze des Verbands stand. Der PKV-Hauptausschuss, das höchste Entscheidungsgremium des Verbandes, wählte Kantak einstimmig. Dr. Ralf Kantak ist seit 2013 Vorstandsvorsitzender der „Süddeutsche Krankenversicherung a.G.“ sowie Mitglied des PKV-Hauptausschusses. Der Hauptausschuss wählte zugleich Uwe Laue zum Ehrenmitglied des Verbandes.

Außerdem gehören dem PKV-Vorstand als stellvertretende Vorsitzende an: Thomas Brahm (neu gewählt ab 1. Juli 2019), Debeka Krankenversicherungsverein a. G., Koblenz; Dr. Andreas Eurich, Barmenia Krankenversicherung a. G., Wuppertal; Nina Klingspor (neu gewählt ab 1. Juli 2019), Allianz Private Krankenversicherungs-AG, München; Ulrich Leitermann, SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G., Dortmund; Dr. Clemens Muth, DKV Deutsche Krankenversicherung AG, Köln; Dr. Thilo Schumacher, AXA Krankenversicherung AG, Köln; und Dr. Florian Reuther als geschäftsführendes Vorstandsmitglied. (Quelle: PKV-Verband)

Zahnärzte in NRW führten intensive Gespräche

Die vom Bundesrat beschlossene Novellierung der Approbationsordnung für Zahnärzte (ZApprO) sehen die Zahnärztinnen und Zahnärzte in Nordrhein grundsätzlich positiv: Nun sei die Möglichkeit geschaffen, die Ausbildung in der Zahnheilkunde in Deutschland auf einen modernen und zukunftsfähigen Stand zu bringen.

„Wir haben in den vergangenen Monaten hierzu viele intensive Gespräche mit dem in NRW zuständigen Bildungsministerium geführt“, so Dr. Johannes Szafraniak, Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein. „Zusammen mit den Kollegen der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe haben wir wieder und wieder aufgeführt, warum eine Novellierung so dringend notwendig war. Es ist schön zu sehen, dass sich unser Einsatz für die Zahnmedizinstudierenden in NRW und bundesweit gelohnt hat“, so Szafraniak. Schade sei nur, dass die Novellierung im vorklinischen Teil zunächst verschoben sei. Die hier notwendigen Reformen dürften keinesfalls aus den Augen verloren werden, fordert der Präsident.

„In einem Studiengang, wo es auch auf handwerkliches Geschick, Fingerfertigkeit und Übung ankommt, ist eine intensive Betreuung das A und O, um die bestmögliche Versorgung für die Patienten zu gewährleisten“, so Dr. Ralf Hausweiler, Vizepräsident und Pressesprecher der Zahnärztekammer Nordrhein, zur neuen Betreuungsrelation in den klinischen Kursen. „Dass beispielsweise Prävention und Erhaltung von Zähnen künftig eine größere Rolle in der Ausbildung spielen, hilft ebenfalls den Patienten.“

Die Bedenken des zuständigen NRW-Ministeriums zur Finanzierung der zusätzlichen Betreuung können die Zahnärzte nachvollziehen. Vor dem Hintergrund der vielen zahnmedizinischen Studienstandorte in NRW sieht die Zahnärztekammer Nordrhein hier den Bund in der Pflicht. Denn, so Szafraniak: „Die bestmögliche Ausbildung der Zahnärztinnen und Zahnärzte in Deutschland und damit auch die bestmögliche Patientenversorgung darf nicht auf der Strecke bleiben!“ (Quelle: ZÄK Nordrhein)

Wesentliche Impulse aus Bayern bringen den Erfolg

Die bayerische Zahnärzteschaft dankt der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, und Prof. Dr. Reinhard Hickel, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Klinikum der LMU München, für ihr Engagement für die neue Approbationsordnung für Zahnmedizin. Der Bundesrat hatte sich auf Betreiben Humls erneut mit der Reform befasst, die 2017 von der Bundesregierung angestoßen wurde. Die zustimmungsbedürftige Verordnung kam jedoch im Bundesrat zwei Mal nicht zur Abstimmung.

Christian Berger, Präsident der BLZK und Vorstandsvorsitzender der KZVB (Foto: BLZK)

„Die bayerischen Zahnärzte fordern seit Jahren die Reform der Approbationsordnung. Jetzt sehen wir endlich Licht am Ende des Tunnels. Wir danken der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml und ihrem Haus, die das Ringen um die Neugestaltung der zahnärztlichen Ausbildung mit großem Einsatz unterstützt haben. Die erneute Initiative aus Bayern hat dazu geführt, dass die Reform endlich kommt. Unser Dank gilt auch Prof. Dr. Reinhard Hickel, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Klinikum der LMU München, der sich über viele Jahre hinweg mit überaus großem Engagement für eine neue Approbationsordnung eingesetzt hat“, so Christian Berger, Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer und Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns. (Quelle: BLZK/KZVB)

ZKN: „63 Jahre andauerndes Koma beendet“

Die Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN) begrüßt, dass der Bundesrat am 7. Juni im nunmehr dritten Anlauf zugestimmt hat, die seit 63 Jahren gealterte und unveränderte zahnärztliche Approbationsordnung (ZApprO) zu modernisieren. Die Anpassung an die Innovationskraft und an das hohe Präventionspotential der modernen Zahnmedizin kostet für die Ausbildung der jungen Zahnmediziner insbesondere die Länder mehr Geld. Um die nötige Reform nicht scheitern zu lassen, war deswegen ein Ringen um einen Kompromiss nötig, der jetzt eine Novelle der ZApprO in zwei Schritten ermöglicht.

„Dass die dringend überfällige Aktualisierung der Approbationsordnung erst in zwei Schritten erfolgt, ist nicht optimal, aber alle Male besser, als sie weiter im Koma liegen zu lassen“, sagte der Präsident der ZKN Henner Bunke, D.M.D./Univ. of Florida. „Hier danke ich insbesondere auch dem Land Niedersachsen, das an der Erarbeitung der Kompromisslösung beteiligt war, und bereit ist, sich an der Finanzierung der Mehrkosten zu beteiligen.“

Reformiert wird jetzt im ersten Schritt der sogenannte klinische Teil des Studiums. Die Bundeszahnärztekammer und mit ihr die 17 (Landes-)zahnärztekammern dringen nun darauf, dass die noch ausstehenden notwendigen Reformen des ersten Studienabschnitts in den Entwurf für den Masterplan Medizinstudium 2020 aufgenommen werden.

„Sinnvoll ist, dass die zahntechnische und prothetische Ausbildung im Zahnmedizinstudium erhalten bleibt und dass die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Zahnärzte geklärt worden ist“, resümiert der Vizepräsident der ZKN, Jörg Röver. „Denn in ihrer Neufassung definiert die Approbationsordnung auch bundesweit einheitliche Verfahrensregeln für die Anerkennung ausländischer zahnärztlicher Berufsabschlüsse.“ (Quelle: ZKN)

Neuer Marketing- und Vertriebsleiter 3M Oral Care Europe

Mit Andreas Karsch leitet ein gebürtiger Rheinländer den Geschäftsbereich Oral Care in der Central Europe Region (Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande und Luxemburg von 3M. Der 44-jährige Familienvater folgt auf Matthias Hinrichs, der seine Karriere im Global Key Account Management der 3M fortsetzen wird.

Andreas Karsch, neuer Marketing- und Vertriebsleiter für 3M Oral Care in der Central Europe Region

Andreas Karsch begann seine Karriere bei 3M 1995 und ist seitdem in verschiedenen lokalen, europäischen und globalen Vertriebs- und Marketingfunktionen mit steigender Verantwortung tätig. Der Diplom-Kaufmann verfügt über Erfahrungen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen, darunter vier Jahre im globalen Dentalgeschäft der ehemaligen 3M Espe. Zuletzt war er für die Geschäfte der 3M mit der Bosch Gruppe verantwortlich. „Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben, die mich im Oral Care Geschäft erwarten. Eines meiner ersten Ziele ist es, möglichst viele Gespräche mit unseren Zahnärzten, Kieferorthopäden und Partnern zu führen, um deren Bedürfnisse kennenzulernen“, sagt Karsch und ergänzt: „Unser Fokus liegt auch weiterhin auf Wachstum und Gewinnung von Marktanteilen. Dazu werden wir den eingeschlagenen Weg mit starken, neuen Produkten und unserem kompetenten und erfahrenen Team konsequent fortsetzen.“ (Quelle: 3M)

Ersatz-, Betriebs- und Innungskrankenkassen mit Defizit

Das Jahr 2019 scheint für die Krankenkassen mit einem Ende der guten Finanzlage begonnen zu haben. Wie die Ärzte-Zeitung unter Bezug auf Meldungen der Ersatz-, Innungs- und Betriebskrankenkassen berichtet, haben diese drei Kassengruppen im ersten Quartal 2019 Defizite eingefahren. Für die Ersatzkassen betrug das Defizit danach 151 Millionen Euro – im Vergleichsquartal 2018 hatten sie noch ein Plus von 121 Millionen Euro vermeldet. Auch die Betriebs- und Innungskrankenkassen meldeten Defizite im zweistelligen Millionenbereich. Offen ist noch, ob auch die Allgemeinen Ortskrankenkassen Defizite ausweisen, sie hatten in den vergangenen Jahren hohe Überschüsse erzielt. Interessant ist diese Entwicklung vor allem vor dem Hintergrund des neu zu regelnden Risikostrukturausgleichs zwischen den Kassen. (Quelle: Ärzte Zeitung online).

Zahnärzte in Nordrhein begrüßen Aus für zuckerhaltige Schulkakaos

Die Zahnärzte in Nordrhein begrüßen das Ende der Subventionierung zuckerhaltiger Schulkakaos in Nordrhein-Westfalen. Wie das Verbraucherschutzministerium und das Schulministerium des Landes vergangene Woche bekannt gaben, wird das Land mit Beginn des kommenden Schuljahres keine zuckerhaltigen Milchprodukte in den Schulen mehr fördern. Damit hat sich NRW als letztes Bundesland von den Argumenten von Wissenschaftlern, (Zahn)Ärztekammern, Verbraucherschützern und Eltern überzeugen lassen und die Förderung eingestellt.

„Dies ist ein sehr wichtiger Schritt zur Verbesserung der Zahngesundheit junger Menschen“, so Dr. Ralf Hausweiler, Vizepräsident und Pressesprecher der Zahnärztekammer Nordrhein. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte in Nordrhein hatten bereits vor einiger Zeit durch Anträge der Kammerversammlung die Landesregierung aufgefordert, für eine gesündere, zuckerreduzierte Schul- und Kitaverpflegung Sorge zu tragen.

„Wir nehmen die Verantwortung gegenüber unseren Patienten ernst und leisten zahnmedizinische Betreuung und Vorsorge vom Säugling bis ins hohe Alter“, so Dr. Johannes Szafraniak, Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein. Aber die Präventionskonzepte der Zahnärzte in Deutschland zur Verhinderung frühkindlicher Karies (Early Childhood Caries – ECC) müssten immer wieder gegen Widrigkeiten wie eine ungesunde Schulernährung, ein mangelndes Bewusstsein der Eltern und unzureichendes Wissen über zahngesunde Ernährung ankämpfen. Daher sei es ein gutes Zeichen, dass zuckerhaltige Milchprodukte in den Schulen bundesweit nun nicht mehr gefördert würden.

Die Zahnärztinnen und Zahnärzte werden sich weiterhin für eine gesündere, zuckerreduzierte Ernährung in Schulen und Kitas stark machen. „Zucker, zuckerhaltige Lebensmittel und ein Übermaß an Kohlenhydraten schaden der Gesundheit und den Zähnen“, betont Hausweiler. Kinder und Kleinkinder, bei denen die Ernährung größtenteils fremdbestimmt ist, seien hier besonders anfällig. (Quelle: ZÄK Nordrhein)

Union und SPD stimmen gegen FDP-Antrag zu Cannabis-Modellprojekten

In der Sitzung des Bundestagsausschusses für Gesundheit am 5. Juni 2019 haben Union und SPD einen Antrag der FDP-Bundestagsfraktion abgelehnt, der Modellprojekte zur kontrollierten Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken fordert. Die FDP-Bundestagsfraktion setzt sich dafür ein, auf wissenschaftlicher Grundlage zu erforschen, wie ein liberalerer Umgang mit Cannabis möglich sein kann, der gleichzeitig den Jugend- und Verbraucherschutz stärkt und die Prävention verbessert (Drs. 19/515).

Dr. Wieland Schinnenburg, FDP, Bundestagsabgeordneter, Abgeordneter, Mitglied Deutscher Bundestag, MdB, Rede, 14. Sitzung, Top 11, Thema: Cannabis-Modellprojekte. (Foto: Deutscher Bundestag/Achim Melde)

Hierzu erklärt der Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. med. dent. Wieland Schinnenburg: „Union und SPD blockieren weiter eine moderne Drogen- und Suchtpolitik. Bei rund vier Millionen Cannabis-Konsumenten, die sich auf dem Schwarzmarkt versorgen, muss man die Repressionspolitik der Bundesregierung als gescheitert ansehen. Besonders enttäuscht bin ich von der SPD, die sich in der Plenardebatte für Cannabis-Modellprojekte ausgesprochen hatte, nun aber eingeknickt ist. Als FDP-Bundestagsfraktion werden wir uns weiter für eine moderne Drogen- und Suchtpolitik einsetzen, dies ist notwendiger als jemals zuvor, da Union und SPD weiterhin die Augen vor den gesellschaftlichen Realitäten verschließen.“ (Quelle: Schinnenburg)

Honorarärzte im Krankenhaus sind regelmäßig sozialversicherungspflichtig

Ärzte, die als Honorarärzte in einem Krankenhaus tätig sind, sind in dieser Tätigkeit regelmäßig nicht als Selbstständige anzusehen, sondern unterliegen als Beschäftigte des Krankenhauses der Sozialversicherungspflicht. Dies hat der 12. Senat des Bundessozialgerichts am 4. Juni 2019 entschieden (Aktenzeichen B 12 R 11/18 R als Leitfall).

Bei einer Tätigkeit als Arzt ist eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht von vornherein wegen der besonderen Qualität der ärztlichen Heilkunde als Dienst „höherer Art“ ausgeschlossen. Entscheidend ist, ob die Betroffenen weisungsgebunden beziehungsweise in eine Arbeitsorganisation eingegliedert sind. Letzteres ist bei Ärzten in einem Krankenhaus regelmäßig gegeben, weil dort ein hoher Grad der Organisation herrscht, auf die die Betroffenen keinen eigenen, unternehmerischen Einfluss haben. So sind Anästhesisten – wie die Ärztin im Leitfall – bei einer Operation in der Regel Teil eines Teams, das arbeitsteilig unter der Leitung eines Verantwortlichen zusammenarbeiten muss. Auch die Tätigkeit als Stationsarzt setzt regelmäßig voraus, dass sich die Betroffenen in die vorgegebenen Strukturen und Abläufe einfügen. Im Leitfall war die Ärztin wiederholt im Tag- und Bereitschaftsdienst und überwiegend im OP tätig. Hinzu kommt, dass Honorarärzte ganz überwiegend personelle und sachliche Ressourcen des Krankenhauses bei ihrer Tätigkeit nutzen. So war die Ärztin hier nicht anders als beim Krankenhaus angestellte Ärzte vollständig eingegliedert in den Betriebsablauf. Unternehmerische Entscheidungsspielräume sind bei einer Tätigkeit als Honorararzt im Krankenhaus regelmäßig nicht gegeben. Die Honorarhöhe ist nur eines von vielen in der Gesamtwürdigung zu berücksichtigenden Indizien und vorliegend nicht ausschlaggebend.

Ein etwaiger Fachkräftemangel im Gesundheitswesen habe keinen Einfluss auf die rechtliche Beurteilung des Vorliegens von Versicherungspflicht. Sozialrechtliche Regelungen zur Versicherungs- und Beitragspflicht könnten nicht außer Kraft gesetzt werden, um eine Steigerung der Attraktivität des Berufs durch eine von Sozialversicherungsbeiträgen „entlastete“ und deshalb höhere Entlohnung zu ermöglichen, so die Kasseler Richter. (Quelle: BSG)

Colosseum Dental kauft MVZ-Netz aus Neckarsulm

Bereits vor einigen Wochen hat die Colosseum Dental Deutschland GmbH, Münster, die Kontrolle über die Promedent MVZ GmbH, Neckarsulm, übernommen und dies beim Bundeskartellamt am 20. Mai 2019 zur nachträglichen Kontrolle angemeldet. Die Promedent existiert seit 2000 und hat in Neckarsulm und Umgebung insgesamt zehn Standorte. Wie die lokale Heilbronner Stimme berichtet, ist der Zusammenschluss schon zum 1. März 2019 vollzogen worden. Die Z-MVZ GmbH hat rund 150 Mitarbeiter, darunter 23 Zahnärzte. Geschäftsführender Gesellschafter ist Dr. Artur Weiß, der diese Position auch weiter wahrnehmen werde, heißt es.

Die Colosseum Dental, die zur schweizerischen Jacobs-Foundation gehört, hat in Europa in England, Teilen Skandinaviens, der Schweiz und Italien bereits eine Reihe von Praxisketten aufgebaut und ist 2018 in Deutschland angetreten mit dem Vorhaben, auch hier Netzwerk von Zahnarztpraxen aufzubauen. Soweit festzustellen war, ist das MVZ-Netz aus Neckarsulm der erste Erwerb in Deutschland. (Quellen: Bundeskartellamt, Heilbronner Stimme, Colosseumdental.de, QN)

Schmerzmittel-Gebrauch in Deutschland relativ konstant

Die Deutschen gehen mit Schmerzmitteln offensichtlich sehr verantwortungsvoll um. Das ist das Ergebnis der Berechnungen des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) anlässlich des „Aktionstags gegen den Schmerz“.

Entwicklung des Schmerzmittelgebrauchs in Deutschland (Quelle: BAH)

In den vergangenen 25 Jahren hat sich danach der jährliche Pro-Kopf-Gebrauch von verschreibungspflichtigen und verschreibungsfreien Schmerzmitteln insgesamt relativ konstant auf 50 standardisierte Einheiten (Standard Units, SU) eingependelt. Eine standardisierte Einheit ist auf Basis unterschiedlicher Packungsgrößen und Darreichungsformen definiert. So steht eine SU in etwa für eine Tablette, eine Ampulle oder 5 ml Saft. Statistisch erfasst wurden die Schmerzmittel des ATC-Codes „N2B“, also zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen als Einzelsubstanzen oder in Kombination. Nicht berücksichtigt sind rezeptpflichtige Analgetika der Bereiche Betäubungsmittel, Migränemittel und Spasmoanalgetika.

Vergleich des Schmerzmittelgebrauchs (Quelle: BAH)

Vergleiche man den Gebrauch für das Jahr 2018 mit dem Gebrauch anderer westlicher Industrienationen, ergibt sich für Deutschland ein unterdurchschnittlicher Wert. Im internationalen Vergleich fürs Jahr 2018 fällt vor allem auf, dass der Gebrauch rezeptfreier Schmerzmittel zum Beispiel in Australien etwa fünfmal und in Frankreich etwa dreimal höher ist als in Deutschland. Selbst beim Gesamtgebrauch verschreibungspflichtiger und verschreibungsfreier Analgetika liegen die Australier und Franzosen mit einem dreimal bzw. zweieinhalbmal so hohen Wert deutlich in Front.

Dabei verhält sich der Gebrauch in Deutschland zwischen verschreibungspflichtigen und verschreibungsfreien Arzneimittel – betrachtet man beides getrennt – nahezu spiegelbildlich: Während bei den rezeptpflichtigen Arzneimittel von 2010 bis 2018 ein leichter Anstieg von 21,2 SU auf 26,0 SU zu beobachten ist, zeigt sich bei den rezeptfreien ein Rückgang von 29,1 auf 24,7 SU. Beides saldiert ergibt einen konstanten Gebrauch von etwa 50 SU pro Jahr.

„Gerade beim Blick auf den verschreibungsfreien Bereich kann man deutlich sehen, dass sowohl die Patienten als auch Apotheker sehr sorgfältig mit Schmerzmitteln umgehen. Sie wägen offensichtlich genau ab, ob und in welcher Dosierung Schmerzmittel wirklich benötigt werden. Eine wichtige Rolle spielt wohl auch, dass Schmerzmittel – im Gegensatz zu manch anderen Ländern – in Deutschland apothekenpflichtig sind und auch in der Apotheke nicht einfach im Freiwahlbereich angeboten werden. Das eröffnet dem Apotheker die Möglichkeit, den Patienten vor dem Kauf zu beraten und auf den richtigen Gebrauch aufmerksam zu machen“, sagt Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim BAH.

„Die hier genannten Gebrauchsdaten beziehen sich außerdem nur auf die in den Apotheken abgegebenen Schmerzmittel und berücksichtigen nicht den tatsächlichen Gebrauch. Dieser liegt womöglich deutlich niedriger – zum Beispiel, weil der Patient die Packung wegen Überschreitens des Verfallsdatums gar nicht aufbraucht“, ergänzt Kroth. (Quelle: BAH)

ZTM Kurt Reichel ausgezeichnet

Zahntechnikermeister Kurt Reichel, Hermeskeil, ist mit dem zum zweiten Mal vergebenen Innovationspreis Zahntechnik der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnmedizin (DGÄZ) ausgezeichnet worden. Er erhielt die Auszeichnung vom Präsidenten der DGÄZ, Prof. Dr. mult. Robert Sader, auf dem 4. Sylter Symposium für ästhetische Zahnmedizin, das vom 29. Mai bis 1. Juni 2019 auf Sylt stattfand. Reichel, der auch Vorstandsmitglied der Fachgesellschaft für Zahntechnik (FZT) ist, erhielt die Auszeichnung unter anderem für sein großes Engagement in der Weitergabe zahntechnischen Wissens und Könnens. Er habe früh die Bedeutung moderner, neuer Technologien für die Zahntechnik erkannt und diese erfolgreich mit dem handwerklichen Wissen und Können verbunden, heißt es. (Quelle: FZT)

60 Jahre Bayerischer Zahnärztetag – 60 Jahre Prophylaxe

Der zentrale Fortbildungskongress der bayerischen Zahnärzte feiert 2019 sein 60-jähriges Jubiläum. Er steht unter dem Leitthema „60 Jahre Bayerischer Zahnärztetag – 60 Jahre Prophylaxe“ und findet vom 17. bis 19. Oktober 2019 in München statt. „Wir sind sehr stolz darauf, dieses Jubiläum feiern zu können. Der Bayerische Zahnärztetag hat sich seit 1959 immer wieder neu erfunden. Sein Profil ist dabei unverwechselbar geblieben. Der Kongress ist nach wie vor führend im Fortbildungsbereich und weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt und beliebt“, so Christian Berger, Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer und Leiter des Bayerischen Zahnärztetages.

Der zweitägige zahnärztliche Kongress beleuchtet die zahnärztliche Prävention aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Das praxisorientierte Programm reicht von der Diagnostik des Erkrankungsrisikos für Karies und Parodontitis über die Prävention bei älteren Senioren mit Pflegebedarf bis zur Vorbeugung von craniomandibulären Dysfunktionen (CMD). Außerdem gibt es Vorträge zu den neuen Bema-Positionen zur Vorbeugung bei frühkindlicher Karies und zu Entwicklungen im Präventionsmanagement. Partner für das wissenschaftliche Programm ist in diesem Jahr die Deutsche Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM). Zudem stehen Qualitätssicherung und Überlegungen zur Zukunft zahnärztlicher Medizinischer Versorgungszentren (Z-MVZ) auf der Agenda.

„Prophylaxe ≥ PZR?“ ist das Motto und damit der Schwerpunkt des Kongresses für das zahnärztliche Personal. Weitere Referate befassen sich mit Parodontologie, Qualitätsmanagement, Abrechnung, dem Umgang mit Notfällen sowie mit Impfungen und dem Datenschutz. Parallel findet im Tagungshotel The Westin Grand München eine Dentalausstellung statt. Der Frühbucherrabatt für Zahnärzte und Praxisangestellte gilt bis zum 16. September 2019. Mehr Informationen gibt es im Programmflyer. (Quelle: BLZK)

Keine Fluorchinolone – Harnwegsinfekte mit den richtigen Antibiotika behandeln

Vor allem Frauen sind von Harnwegsinfekten betroffen, die sich unter anderem durch erhöhten Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen äußern. Die Infekte lassen sich mit Medikamenten gut behandeln. „Nicht immer ist ein Antibiotikum nötig – aber wenn, dann bitte das richtige“, sagte Edith Bennack beim pharmacon, einem internationalen Kongress der Bundesapothekerkammer. Die Apothekerin leitet die Apotheke des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Köln und hat sich zur Antibiotic-Stewardship-Expertin spezialisiert.

Bennack appellierte an Ärzte, sich bei der Auswahl des Antibiotikums an den Leitlinien zu orientieren. Zur Behandlung unkomplizierter Harnwegsinfekte nennt die Leitlinie fünf Antibiotika (Fosfomycin-Trometamol, Nitrofurantoin, Nitroxolin, Pivmecillinam, Trimethoprim – in alphabetischer Reihenfolge) und macht ergänzende Angaben zur deren Effektivität. „Andere Antibiotika, wie zum Beispiel Ciprofloxacin, sollten komplizierten Fällen vorbehalten bleiben“, sagte Bennack.

Auch das in keiner deutschen Leitlinie als Mittel der Wahl empfohlene Cefuroxim-axetil ist für diese Indikation ungeeignet. Denn durch eine unkritische Verordnung von Antibiotika steigt das Risiko von Resistenzen. Harnwegsinfekte werden meist durch das Bakterium E. coli ausgelöst. Im ambulanten Bereich sind laut Bennack inzwischen etwa 16 Prozent der Erreger resistent gegen Ciprofloxacin. In den Krankenhäusern liegen die Resistenzraten noch höher. Fluorchinolone, die eigentlich Reserveantibiotika sein sollten, sollen laut Rote-Hand-Brief wegen ihrer möglichen schweren Nebenwirkungen ohnehin nicht bei leichten Infektionen eingesetzt werden, werden aber laut WIdO immer noch zu häufig verordnet. (Quelle: ABDA/QN)

Ärztetag unterstützt Impfpflicht gegen Masern

Die von der Bundesregierung geplante Impfpflicht gegen Masern wird von der Ärzteschaft begrüßt und unterstützt. Das hat der 122. Deutsche Ärztetag in Münster am Wochenende erklärt. Um das Ziel eines möglichst lückenlosen Impfschutzes der Bevölkerung zu erreichen, müsse aber nicht nur der Masernschutz, sondern der Impfschutz von Kindern und Erwachsenen insgesamt deutlich erhöht werden. Deshalb begrüßten die Abgeordneten des Ärztetages, dass künftig jeder Arzt berechtigt sein soll, Schutzimpfungen durchzuführen und Fachärztinnen und -ärzte bei Impfungen nicht an ihre Gebietsgrenzen gebunden sind. Als einen falschen Weg sieht der Ärztetag hingegen die vom Gesetzgeber geplante Regelung an, Grippeschutzimpfungen in Apotheken zu ermöglichen. Apotheker verfügten nicht über die hierfür notwendigen Kompetenzen, stellte der Ärztetag klar.

Ferner forderten die Abgeordneten alle Krankenkassen auf, Verträge über die Durchführung von Schutzimpfungen durch Betriebsärzte sowie Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst abzuschließen, um Schutzimpfungen auch am Arbeitsplatz und in weiteren Lebensbereichen vornehmen zu können. In diesen Verträgen sei neben der Übernahme der Kosten des Impfstoffes eine angemessene Vergütung der ärztlichen Impfleistung zu regeln.

Zudem forderte der Ärztetag alle Ärztinnen, Ärzte, Pflegende und in der Erziehung in Gemeinschaftseinrichtungen Tätigen auf, ihren Impfstatus zu überprüfen. Das Ärzteparlament vertritt die Auffassung, dass ein vollständiger Impfstatus Teil und Voraussetzung einer professionellen Berufsauffassung ist. Dies müsse durch entsprechende gesetzliche Regelungen sichergestellt werden. (Quelle: BÄK)