3M informiert: Der Multitechnologiekonzern 3M gehört zu den Pionieren in der Entwicklung von Zirkoniumoxid für den Einsatz in der Zahnmedizin. Das erste Material des Unternehmens – 3M Lava Frame Zirkoniumoxid – wurde 2001 eingeführt. Seitdem habe die Forschung und Entwicklung im Unternehmen kontinuierlich neue Ideen und Ansätze hervorgebracht, die zur Entwicklung verschiedener Werkstoffe mit optimierten Eigenschaften führten.

Erstes Material mit Färbelösungen

„Lava Frame“ war das erste Zirkoniumoxid, für das Färbelösungen entwickelt wurden. Diese ermöglichten es, die Farbe des Dentins zu imitieren und so die Grundlage für ästhetische verblendete Restaurationen zu legen. Viele Hersteller von Dentalkeramiken weltweit nutzten und nutzen die patentierte Färbetechnologie als Lizenznehmer, so 3M. Heute zähle Lava Zirkoniumoxid zu den klinisch bewährtesten und zuverlässigsten oxidkeramischen Restaurationsmaterialien. Es liegen laut 3M 14 Veröffentlichungen zu klinischen Studien vor. Diese attestieren dem Werkstoff nach einer Laufzeit von bis zu 7,4 Jahren hohe Erfolgsraten und sehr gute klinische Eigenschaften.

Für hohe Festigkeit und Transluzenz

Die erzielten Ergebnisse seien auf das seit 2009 verfügbare Produkt 3M Lava Plus Hochtransluzentes Zirkoniumoxid übertragbar1. Verglichen mit der ersten Materialgeneration weist dieses dank eines reduzierten Anteils von Aluminiumoxid und dessen optimierter Verteilung eine höhere Transluzenz auf. Das Material wird mit einem optimierten System unterschiedlicher Färbelösungen für Dentin und Schmelz angeboten. Durch Auftragen dieser Lösungen mit einem Pinsel wird ein natürlicher Übergang vom Dentin- zum Inzisalbereich erzeugt. Aufgrund der Transluzenz, die auch nach dem Einfärben erhalten bleibt, wird Lava Plus oft für monolithische Restaurationen im Seitenzahnbereich eingesetzt, so das Unternehmen.

Veränderte Struktur für bessere Ästhetik

Höhere ästhetische Ansprüche könne 3M Lava Esthetic Fluoreszierendes Vollzirkoniumoxid erfüllen. Bei der Entwicklung dieses Werkstoffs wurde die Materialstruktur durch eine Stabilisierung in der kubischen anstatt der tetragonalen Phase grundlegend verändert – so wurde die Transluzenz weiter erhöht. Zudem wurden Farbelemente in die Materialstruktur integriert, um einen natürlichen Farbverlauf sowie einen fluoreszierenden Effekt zu erzielen. Damit bilde eine patentierte Färbetechnologie erneut die Grundlage für ein hohes ästhetisches Potenzial. Auf Kongressen der International Association for Dental Research (IADR) seien bereits 13 In-vitro-Studien zu Lava Esthetic vorgestellt worden. Um die erzielten Ergebnisse zu validieren und klinische Evidenz zu liefern, arbeite 3M derzeit eng mit verschiedenen Institutionen zusammen.

Produktion in Deutschland

Ganz gleich, welche Zirkoniumoxid-Generation gefragt sei – 3M biete stets ein Produkt mit einzigartigen ästhetischen Eigenschaften und einer hohen Zuverlässigkeit. Letzteres werde auch durch die Produktion in Deutschland gewährleistet, die unter strengsten Qualitätskontrollen erfolge. Das alles mache das Unternehmen zu einem vertrauenswürdigen Lieferanten von dentalem Zirkoniumoxid. Weitere Informationen unter www.3M.de/OralCare.

Literatur

[1] Xu Y, Han J, Lin H, An L. Comparative study of flexural strength test methods on CAD/CAM Y-TZP dental ceramics. Regen Biomater. 2015 Dec;2(4):239-44.

Titelbild: 3M