Demografischer Wandel, Landflucht und zunehmend weibliche Studenten: In den kommenden zehn Jahren könnten immer weniger Zahnarztpraxen auf dem Land zu finden sein. In Westfalen-Lippe will man mit einer neuen Kampagne gegensteuern.

„Zwar haben wir aktuell und werden in absehbarer Zukunft in Westfalen-Lippe keine flächendeckende Unterversorgung wie bei den Ärzten bekommen, lokalisierte Engpässe sind jedoch absehbar. Auch dazu wollen wir es gar nicht erst kommen lassen, darum haben wir uns entschieden, großflächig zu informieren und ein positives Bild der Niederlassung zu vermitteln“, so Dr. Holger Seib, Vorstandsvorsitzender der KZVWL.

Angebote für junge Zahnmediziner

Die KZVWL hat daher mit Unterstützung der Kammer eine Kampagne gestartet: „#praxisorientiert“ ist multimedial angelegt: Videos, Plakatmotive, Social Media und eine Website mit vielen Features sollen für Aufmerksamkeit sorgen und informieren über die Möglichkeiten und Angebote für junge Zahnmediziner in Westfalen-Lippe. Seib: „Wir bieten von den zahnärztlichen Körperschaften eine Vielzahl an Informationen, Unterstützung und Hilfestellungen für Studenten und Berufseinsteiger, die sich niederlassen möchten. Natürlich wollen wir, dass diese auch möglichst stark in Anspruch genommen werden und dafür müssen diese bekannt sein!“

Gebündelte Informationen, Erfahrungsberichte vom Land

Ab sofort sind auf der Website www.praxisorientiert.de sämtliche Informationen übersichtlich gebündelt; außerdem gibt es Erfahrungsberichte von Zahnärzten in Westfalen-Lippe, die sich auf dem Land niedergelassen haben. Abgerundet wird das Angebot mit einem 100-Sekunden-Check, der eine erste Einschätzung gibt, ob der Teilnehmer grundsätzlich für die Selbstständigkeit geeignet ist. Außerdem wird eine Newsletter-Reihe angeboten.

Titelbild: Eines der Motive zur Kampagne #praxisorientiert (Foto: KZVWL)