Die Mundgesundheit darf auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht vergessen werden. Daran erinnert Sylvia Gabel, Referatsleiterin für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) im Verband medizinischer Fachberufe e.V., zum Tag der Zahngesundheit am 25. September und gibt Patienten wichtige Tipps für ihren Zahnarztbesuch.

Sylvia Gabel, Referatsleiterin Zahnmedizinische Fachangestellte im Verband medizinischer Fachberufe (Foto: VmF)

„Wer seinen Kontrolltermin bisher verschoben hat, sollte sich rechtzeitig um einen Zahnarzttermin kümmern“, so die Zahnmedizinische Fachassistentin. „Nach wie vor ist der jährliche Stempel im Bonusheft für gesetzlich Krankenversicherte eine Voraussetzung, um den Anspruch auf erhöhte Festzuschüsse bei Zahnersatz zu behalten.“ Die Festzuschüsse steigen ab dem 1. Oktober 2020 auf regulär 60 Prozent. Wer in seinem Bonusheft über mindestens zehn Jahre lückenlos den jährlichen Kontrollbesuch beim Zahnarzt nachweisen kann, erhält von seiner Krankenkasse sogar 75 Prozent Zuschuss auf die Regelversorgung beim Zahnersatz.

Nicht bis Dezember warten

Mit Blick auf das Terminmanagement in den Zahnarztpraxen, rät sie den Patientinnen und Patienten, nicht bis zum Dezember zu warten. „Setzen Sie sich schon jetzt mit Ihrer Praxis in Verbindung und vereinbaren Sie einen Termin. Denn bisherige Erklärungen zur Teilnahme an einem Recall-System sind möglicherweise ungültig, wenn Patientinnen und Patienten selbst Termine abgesagt haben. Das gilt auch für die Professionelle Zahnreinigung.“

Umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen sorgen für Sicherheit

Die Sorge um ein erhöhtes Infektionsrisiko sei zwar verständlich, so Sylvia Gabel weiter, sie könne die Patienten aber beruhigen. „Für die Zahnmedizinischen Fachangestellten spielt Hygiene bereits in der Ausbildung eine große Rolle. Sie dient sowohl dem Schutz der Patienten als auch dem des Personals. Die ZFA am Telefon weist Sie gern auf die Hygienevorschriften hin, die in den vergangenen Monaten nochmals erhöht wurden: Abstand der Patienten bei der Anmeldung und im Wartezimmer, Mund-Nasen-Schutz im Patientengespräch, zusätzliche Gesichtsvisiere bei der Assistenz zahnärztlicher Behandlungen, effektive Absaugvorrichtungen, stärkere Schutzmasken bei der Professionellen Zahnreinigung und weitere Maßnahmen zum Selbst- und Fremdschutz haben die Praxisteams umgesetzt. Zudem wurde von wissenschaftlichen Gremien eine S1-Leitlinine erarbeitet, die Empfehlungen gibt, um die Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern zu reduzieren.“

Titelbild: proDente e.V.