Die Corona-Pandemie hält die Welt noch in Atem, gleichzeitig kehrt bei immer mehr Menschen in Deutschland wieder so etwas Ähnliches wie Alltag ein: Derzeit öffnen nach und nach die Schulen in Deutschland, immer mehr Personen arbeiten wieder in ihren Büros. Parallel zeichnet sich deutlich ab, dass die Virenverbreitung durch Aerosole in geschlossenen Räumen eine große Rolle zu spielen scheint. Die ersten Schulen mussten ihre Tore bereits wieder schließen. Ein regelmäßiger Luftaustausch kann dabei helfen, die Virusverbreitung in Räumen zu begrenzen.

Das Hermann-Rietschel-Institut der TU Berlin ist die weltweit älteste wissenschaftliche Einrichtung, die zu den Themen Heizung, Lüftung und Klimatisierung forscht. Die Wissenschaftler analysieren dort die Bedingungen für ein Raumklima, das die Grundbedürfnisse der Menschen nach Gesundheit, Sicherheit und Behaglichkeit befriedigt.

Derzeit keine Sonderregeln nötig

Leiter Prof. Dr. Martin Kriegel forscht seit seiner Berufung im Jahr 2011 an der Ausbreitung von Aerosolen: „Entscheidend ist es, dass wir die bestehenden Regeln zum Lüften beachten. Sonderregeln sind derzeit noch nicht nötig.“ Doch wie lüftet man richtig, damit es tatsächlich zu einem effektiven Luftaustausch kommt? Was passiert mit den Viren, die über Aerosole in die Raumluft gelangen, wie lange bleiben sie dort und wie verteilen sie sich? Können Luftfilter helfen?

„Je nach Raumsituation entstehen spezielle Raumluftströmungen. Die dadurch entstehende Aerosolverteilung, kann man am besten einschätzen, wenn einem die wissenschaftlichen Hintergründe klar sind“, weiß der Forscher. Zusammen mit seinem Team an der TU Berlin hat sich der Wissenschaftler darum bemüht, möglichst viele alltägliche Fragen rund um das Thema Aerosole und Belüftung zu sammeln und für die Öffentlichkeit verständlich zu beantworten. Die vollständige Liste der Fragen und Antworten finden Sie hier. Zu speziellen Themen in Bezug auf SARS-CoV-2 haben die Wissenschaftler einen Blog erstellt, der laufend aktualisiert wird.

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