Die Medizintechnik entwickelt sich mit großer Dynamik und lässt Auswirkungen auf die restaurative Zahnerhaltung und die Endodontie erwarten. Prävention bleibt weiter das höchste Ziel, erfordert künftig aber ergänzende Konzepte für Kariesrisikopatienten. Dresden bietet als Wissenschaftsstandort für die 4. Gemeinschaftstagung der DGZ vom 26. bis 28. November 2020 ideale Rahmenbedingungen für einen Blick in die Zukunft.

Neue Werkstoffe anders bearbeiten

Komposite dominieren aktuell die plastischen Füllungswerkstoffe, lediglich fünf bis sieben Prozent der aktuell in Deutschland gelegten Füllungen sind noch Amalgamfüllungen. Die Forschung zu plastischen, mineralisch-anorganischen Füllmaterialien lässt Entwicklungen erwarten, die weit über Glasionomerzemente hinausgehen und die einen Ersatz für Amalgam darstellen könnten. Auch neue Fertigungstechniken wie Fräsen oder 3-D-Druck sowie die zunehmenden Möglichkeiten der Digitalisierung werden die restaurative Zahnerhaltung maßgeblich beeinflussen.

Medizintechnische Innovationen waren und sind Meilensteine in der Endodontie. Neue Entwicklungen sind bei der Aktivierung von Wurzelspülmedien aber auch bei der maschinellen Wurzelkanalaufbereitung zu erwarten.

Prävention bleibt höchstes Ziel

Das höchste Ziel der Zahnerhaltung ist und bleibt die Prävention. Für Kariesrisikopatienten sind ergänzende Konzepte erforderlich, die gezielt die Oberflächeninteraktionen an oralen Strukturen beeinflussen. Dies betrifft neuartige Spülungen und Oberflächenbeschichtungen gleichermaßen.

Im Rahmen des Kongresses soll herausgearbeitet werden, welche aktuellen Entwicklungen für die klinische Anwendung relevant sind, welche Entwicklungen in Zukunft auf uns zukommen und für welche Fragestellungen wir uns technologische Lösungen wünschen. Weitere Vorträge befassen sich mit Innovationen in der Prävention aber auch mit Zahnerhaltung bei Risikopatienten nach Strahlentherapie.
Mit ihrer 4. Gemeinschaftstagung im November 2020 hat die DGZ mit Dresden einen Wissenschaftsstandort gewählt, der mit den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Kolleg*innen von der Technischen Universität und den zahlreichen nichtuniversitären Forschungsinstituten ideale Rahmenbedingungen bietet, Herausforderungen und technischen Innovationen nachzuspüren und einen Blick in die Zukunft des 21. Jahrhunderts zu werfen.

Die 4. Gemeinschaftstagung der DGZ und der DGET mit der DGPZM und der DGR²Z findet vom 26. bis 28. November 2020 im Maritim Hotel & Internationalen Congress Center Dresden statt. Dem Hauptkongress vorgeschaltet ist wieder der DGZ-Tag der Wissenschaft/Universitäten am 26. November 2020 in der Universitätszahnklinik Dresden.

Abstracts können bis zum 30. Juni 2020 eingereicht werden. Informationen und Anmeldung unter www.dgz-online.de.

Das Titelbild zeigt das Internationale Congress Center Dresden. Bild: Maritim Hotelgesellschaft