Im Jahr 2017 befanden sich 31.686 Auszubildende in der Ausbildung zum/zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) Damit rangiert die ZFA-Ausbildung nach Zahl der Auszubildenden auf Platz 12 – zwischen Fachinformatiker und Mechatroniker. Die Ausbildung zum/zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) steht mit fast 40.000 Azubis auf Platz 6. Das geht aus den Zahlen zur Beruflichen Bildung vor, die das Statistische Bundesamt (Destatis.de) am 15. August 2018 veröffentlicht hat.

Frauen dominieren ganz klar

Die Geschlechterverteilung ist bei diesen medizinischen Fachberufen eindeutig – hier sind die Frauen klar in der Mehrheit. Bei ihnen steht die Ausbildung zur MFA auf Platz 2 mit 39.105 Azubis, die zur ZFA auf Platz 3 mit 31.164 Azubis. Immerhin 846 junge Männer absolvieren eine Ausbildung zum MFA, bei den ZFA sind es 522.

Fast ein Viertel mit Migrationshintergrund

Blickt man auf den Anteil ausländischer Auszubildender, liegt die ZFA-Ausbildung mit 7.101 Azubis aus dieser Gruppe auf Platz 1, die MFA-Ausbildung auf Platz 7. 2017 wurden etwas mehr als 12.000 neue Ausbildungsverträge für ZFA abgeschlossen (MFA: 15.708), darunter 237 von Männern (MFA 387). Von den neuen ZFA-Azubis hatten 2.838 einen Migrationshintergrund, damit stand dieser Beruf in dieser Gruppe auf Platz 2 der Ausbildungsberufe, deutlich vor MFA, die hier auf Platz 10 kommt.

Die meisten Azubis im Westen

Bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen entfielen mehr als 10.600 auf die alten Bundesländer, in den neuen Bundesländern und Berlin unterschrieben knapp 1.400 junge Menschen einen ZFA-Ausbildungsvertrag. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gibt es die meisten ZFA-Azubis (7.263), gefolgt von Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. In den neuen Bundesländern ist die Zahl deutlich geringer. Die große Mehrheit der Auszubildenden ist zwischen 16 und 23 Jahren alt, immerhin rund 3.500 Auszubildende bundesweit sind aber 24 Jahre und älter.

Nur wenige mit Abitur

Von denen, die 2017 ihre ZFA-Ausbildung begonnen haben, hatten 3.585 einen Hauptschulabschluss, 6.723 einen Realschul-Abschluss (oder vergleichbar). Bei den Auszubildenden mit Abitur waren es 1.329. Von den Frauen, die eine Ausbildung zur ZFA begonnen haben, hatten 1.275 die Hochschul- oder Fachhochschulreife.

Mehr Frauen in der Zahntechnik

Die Ausbildung zum Zahntechniker/zur Zahntechnikerin rangiert nicht unter den 20 stärksten Ausbildungsberufen. Insgesamt gab es im Jahr 2017 5.493 Auszubildende im Zahntechnikerhandwerk, davon 3.255 Frauen und 2.238 Männer. Sie hatten zum überwiegenden Teil einen Realschulabschluss (2.373) oder die Hochschul-/Fachhochschulreife (2.406).

Die meisten Auszubildenden sind zwischen 18 und 22 Jahren alt, mehr als 1.000 allerdings auch 24 Jahre und älter. Mit 1.872 jungen Menschen – 1.035 Frauen, 837 Männer – wurden 2017 neue Ausbildungsverträge zum Zahntechniker abgeschlossen. (Zum neuen Ausbildungsjahr hat der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen kürzlich die Vergütungsempfehlungen erhöht.)

Viele Ausbildungen werden abgebrochen

Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse, die gelöst wurden, lag bei den ZFA 2017 bei 4.263 und damit prozentual im Vergleich zu den MFA mit 4.077 gelösten Ausbildungsverträgen höher. Die meisten ZFA-Ausbildungen wurden im ersten (1.740) und im dritten (1.605) Lehrjahr abgebrochen. Vor allem in Niedersachsen scheinen viele angehende ZFA die Ausbildung abzubrechen, hier werden 1.110 Abbrüche gemeldet, in Nordrhein-Westfalen nur 33. In Niedersachsen konzentrierten sich 2017 die Ausbildungsabbrüche allerdings fast ausschließlich auf das dritte Ausbildungsjahr.

Bei den Zahntechnikern führten im vergangenen Jahr 744 Auszubildende ihre Ausbildung nicht zuende. Hier gab es die meisten Vertragsauflösungen im 1. Lehrjahr (414).

Prüfungserfolg im ersten Anlauf

Ein vergleichsweise hoher Prozentsatz schließt die Ausbildung auch erfolgreich ab. Von den 9.006 ZFA-Auszubildenden, die 2017 ihre Prüfung abgelegt haben, bestanden 7.194. Von den 1.275 Zahntechnik-Azubis, die zur Prüfung antraten, bestanden 1.146.

Fort- und Weiterbildung

Zur Meisterprüfung im Zahntechnikerhandwerk hatten sich 243 Kandidaten gemeldet, von denen 237 die Prüfung bestanden haben – 93 Frauen und 144 Männer. Aber auch in der Zahnmedizin werden immer mehr Aufstiegsfortbildungen mit Prüfungen angeboten, bei denen sich auch unterschiedliche Bezeichnungen finden. Insgesamt meldeten die Zahnärztekammern 2.823 Prüfungen, von denen 2.589 erfolgreich waren.

Laut Statistischem Bundesamt absolvierten im Jahr 2017 99 junge Frauen erfolgreich die Fortbildung zur Zahnmedizinischen Verwaltungshelferin und 593 Frauen und drei Männer die Fortbildung zum/zur Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin. 15 von 21 Kandidatinnen waren in der Prüfung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten Praxisverwaltung erfolgreich.

In der klassischen Fortbildung zum/zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistenten/in traten 669 Kandidaten zur Prüfung an, bestanden haben 633 Frauen und drei Männer. Zur Zahnmedizinischen Fachangestellten Prophylaxe meldeten sich 924 Prüflinge, bestanden haben 765, davon drei Männer. Die Zahl der Kandidaten für die Zahnmedizinische Fachassistentin (ZMF) nimmt ab, hier meldeten sich 399 Prüflinge, von denen 387 bestanden.

Für die Dentalhygiene werden zwei Prüfungen vom Statistischen Bundesamt ausgewiesen, einmal zur Dentalhygienikerin mit 78 Kandidatinnen, von denen 75 bestanden haben. Und die Dentalhygienikerin Professional (das Modell Baden-Württemberg) mit zwölf Kandidatinnen, die alle ihre Prüfungen erfolgreich gemeistert haben.

Titelbild: Pixachi/Shutterstock.com